Valencia: Doppelsiege für Sönke und Semmieke Rothenberger

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Sönke Rothenberger und Cosmo bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio, wo sie als erstes Paar der Mannschaft einen Auftakt nach Maß lieferten. (© Pauline von Hardenberg)

Mit großem Abstand ließen die Mannschaftsolympiasieger Sönke Rothenberger und Cosmo die Konkurrenz hinter sich bei ihrem ersten Auftritt nach Rio beim CDI Valencia, Spanien. Und auch im Nachwuchsbereich gab es Schleifen für die Gäste aus dem kalten Norden.

Cosmo und Sönke Rothenberger starten mit einem persönlichen Grand Prix-Rekord in die Saison 2017: 78,940 Prozent gab es für den KWPN-Wallach v. Van Gogh. Nach den Olympischen Spielen in Rio, wo die beiden zusammen mit Isabell Werth/Weihegold, Kristina Bröring-Sprehe/Desperados und Dorothee Schneider/Showtime mit großem Vorsprung Gold geholt hatten, hatte Sönke seinem Erfolgspferd eine lange Pause gegönnt. Mit seinen nun ja erst zehn Jahren hat der Wallach ja auch noch seine ganze Karriere vor sich. In Valencia zeigte er nun, dass sein Reiter Recht hatte, als er neulich in einem Interview sagte, „Cosmos Batterien sind wieder aufgeladen“. Auch wenn die Richter sich nicht ganz einig waren, wie das zu bewerten ist. Zwar standen Cosmo und Sönke Rothenberger bei allen an erster Stelle, aber die Bewertungen reichten von 75,50 Prozent durch Francisco Guerra Diaz (ESP) bei C bis 82,0 Prozent von Magnus Ringmark (SWE) bei B.

Der Kumpel auf Rang zwei

Nicht genug, dass er überlegener Sieger der Prüfung wurde, mit dem nun 18-jährigen Rheinländer Favourit v. Fidermark – ein guter Kumpel von Cosmo, wie man hier nachlesen kann – hatte Sönke Rothenberger auch noch ein zweites Eisen im Feuer und schnappte sich Rang zwei mit 71,90 Prozent. Dritte wurde die Portugiesin Maria Caetano auf dem zehnjährigen Lusitano Coroado, übrigens ein Sohn des in den letzten Jahren wohl erfolgreichsten Vertreters der portugiesischen Barockrasse: Rubi von Goncalo Carvalho.

Übrigens: Für St.GEORG 1/2017 haben wir Sönke und Cosmo zuhause besucht. Sie wurden unsere Titelhelden. Das Heft kann man hier nachbestellen.

Nochmal Rothenberger

Ähnlich überlegen wie ihr großer Bruder im Grand Prix war Semmieke Rothenberger in der Junge Reiter-Tour. Mit ihren 17 Jahren dürfte die mehrfache Nachwuchseuropameisterin eigentlich noch bei den Junioren starten, aber sie hatte sich entschlossen, es direkt bei den Jungen Reitern zu versuchen. Ein Glück für die Junioren! Mit ihren Pferden Dissertation und Geisha dominierte das jüngste Kind der drei Geschwister olympiaerfahrener Eltern die erste Prüfung der U21-Tour nach Belieben. Sie war die einzige Reiterin, die Bewertungen über 70 Prozent erhielt, 75,789 Prozent mit Dissertation und 74,035 mit Geisha. Platz drei kam auf 68,202 Prozent und ging an die Britin Anna Jesty mit dem rheinischen Aquino-Sohn Aquiro.

Der dritte deutsche Sieg

Den Erfolg der Deutschen in Valencia perfekt machte schließlich noch Liselott Marie Linsenhoff in der Mannschaftswertung der internationalen Juniorentour. Auch sie war die einzige Reiterin, die es auf über 70 Prozent brachte. Mit dem Oldenburger Danoenchen v. Danone wurden es 71,937 Prozentpunkte. Platz zwei ging an einen Vertreter der Gastgeber, Moises Segui Pons, im Sattel des Westfalen Flamur v. Fandango (69,459) vor seiner Landsmännin Paula Martínez Carmona auf Carlson (68,063).

Alle Ergebnisse aus Valencia finden Sie hier.

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