EM Aachen: Niederländer Spring-Europameister, Silber für Deutschland

Weltmeister und jetzt auch noch Europameister – wer soll die Niederlande stoppen?

Es war eng auf den vorderen Plätzen bei den Europameisterschaften der Springreiter und die Entscheidung entwickelte sich heute zu einem echten Springsportkrimi. Am Ende triumphierten wieder einmal die überragenden Niederländer.

Er habe einen inneren Energieabfall gehabt, sagte Ludger Beerbaum. Damit erklärte er sich den Fehler seiner Holsteiner Stute Chiara am mittleren Sprung der Dreifachen, der die deutsche Mannschaft den Sieg und ihn vom führenden Zwischenrang vor dem Einzelfinale am Sonntag auf Platz sieben mit 4,75 Minuspunkten zurückwarf.   „Ich war so froh, dass ich die Wellenplanke vor der Dreifachen, die ja ein bisschen der Joker war, hinter mich gebracht hatte. Da fiel was von meinen Schultern, ich war einfach zu sehr im Vorwärts.“ Bis sich Beerbaum über die Silbermedaille seines Teams freuen konnte, brauchte er ein bisschen. „Es ist ok, aber wir waren darauf fokussiert, hier endlich wieder oben auf dem Treppchen zu stehen. Da sollten wir uns nichts schön reden.“ Elfmeterschießen ist zum Gähnen langweilig verglichen mit dem Krimi, den die 38.000 Zuschauer bei der Mannschaftseuropameisterschaft in Aachen erlebten.

 Hat er das Problem kommen sehen? Ludger Beerbaum über Sprung vier, einer der Hauptfehlerquellen des Parcours, 26,40 Meter dahinter wartete die Dreifache Kombination und ausgerechnet dort erwischte es Beerbaum am zweiten Sprung. Der Abwurf warf ihn von der zwischenzeitlich erlangten Führungsposition zurück auf Rang sieben. Aber im vorderen Bereich ist alles ganz eng, ein Springfehler kann alles am Sonntag durcheinander wirbeln. Foto: Pauline von Hardenberg


Hat er das Problem kommen sehen? Ludger Beerbaum über Sprung vier, einer der Hauptfehlerquellen des Parcours, 26,40 Meter dahinter wartete die Dreifache Kombination und ausgerechnet dort erwischte es Beerbaum am zweiten Sprung. Der Abwurf warf ihn von der zwischenzeitlich erlangten Führungsposition zurück auf Rang sieben. Aber im vorderen Bereich ist alles ganz eng, ein Springfehler kann alles am Sonntag durcheinander wirbeln. Foto: Pauline von Hardenberg

 

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