Mannheim: Badenia 2021 an Michael Jung und Chelsea, Sieg für David Will und Carthage im Youngster-Finale

MANNHEIM – Maimarkt-Turnier 2021

Michael Jung und Chelsea, Sieger in der Badenia in Mannheim 2021 (© www.sportfotos-lafrentz.de/Stefan Lafrentz)

Stürmisch ist es heute in Mannheim und ganz Deutschland. Da verabschiedeten sich bisweilen auch schon mal die Sprünge, ohne berührt worden zu sein. Schnell wie der Wind war auch der Sieger der Badenia 2021 unterwegs, des traditionsreichen Großen Preises des Mannheimer Maimarkt-Turniers. Bei den Youngstern freute sich David Will über den Sieg.

Dass man den Lokalmatadoren Michi Jung immer auf dem Zettel haben muss, demonstrierte der ja mittlerweile schon länger auch im Springsport beheimatete Olympiasieger der Vielseitigkeit heute wieder eindrucksvoll. Am vorletzten Oxer musste man nochmal kurz die Luft anhalten, als Chelsea einfußte, aber sie berührte die Stangen nicht und überwand auch den letzten Sprung fehlerfrei. Mit 41,85 Sekunden kamen Jung und Chelsea, die 13-jährige Stute v. Check In, somit als Sieger der Badenia 2021 nach Hause.

Nur einen Wimpernschlag von dieser Zeit entfernt war der Zweitplatzierte Maurice Tebbel, der mit Don Diarado fehlerfrei blieb, richtig Gas gab und sich mit einer Zeit von 41,86 Sekunden dann doch letztendlich geschlagen geben musste.

Der Schwede Douglas Lindelöw und sein Chacco-Blue-Sohn Casquo Blue landeten heute auf dem dritten Platz mit einem Null-Fehler-Ritt in 43,22 Sekunden. Routinier Christian Ahlmann musste Mandato van de Neerheide zum letzten Sprung nochmal aufnehmen und war damit am Ende langsamer als Lindelöw und auch langsamer als Kendra Claricia Brinkop, die er im Youngster-Finale am Mittag noch hatte hinter sich lassen können (siehe weiter unten). Brinkop und Kastelle Memo v. Thunder van de Zuuthoueve kamen nach 43,46 Sekunden, Ahlmann und sein Emerald van het Ruytershof-Sohn in 44,79 Sekunden nach Hause.

Sechste wurden der Belgier Wilm Vermei und Jacqmotte mit einem fehlerfreien Stechparcours, den sie in 45,09 Sekunden absolvierten. Mit der neunjährigen Monte Bellini-Tochter Mila reichte es für Ludger Beerbaum für den siebten Rang. Das Paar passierte die Ziellinie nach 45,81 Sekunden und ließ auf dem Weg alle Stangen in ihren Auflagen.

Mit dem schnellsten Vier-Fehler-Ritt landeten der irische Springreiter Denis Lynch und Chopin’s Bushi auf dem achten Platz (40,84 Sekunden). Dahinter gab es den neunten Rang für Mumbai und Christian Kukuk (4/41,57). Sowohl Peder Fredricson mit Catch Me Not (4/42,93 Sekunden), als auch Sophie Hinners mit Vittorio (4/44,56 Sekunden) patzten im Stechen an einem Steilsprung, der auf einer möglichst engen gebogenen Linie angeritten werden musste, wenn man denn schnell sein wollte. Dahinter war auch Kevin Staut aus Frankreich noch im Geld, der heute Visconti du Telman vorstellte (4/45,4 Sekunden).

Der später zum erfolgreichsten Reiter des Mannheimer Maimarkt-Turniers gekürte Richard Vogel musste Floyo VDL  im Umlauf in der Distanz nach dem offenen Wassergraben am zweiten Steilsprung deutlich zurücknehmen, was in einem Hindernisfehler resultierte.

Das Dagobertshausen-Duell im Youngster-Finale

Ein zufrieden grinsender David Will bestieg am Mittag auf dem Mannheimer Maimarkt-Gelände die oberste Stufe des Treppchens. Dort gingen im Youngster-Finale der sieben- und achtjährigen Pferde 23 Paare an den Start, ganze zehn davon schafften den Einzug ins Stechen. Und da angekommen, machte David Will Nägel mit Köpfen. Im Sattel von Carthage, einem achtjährigen Cascadello I-Sohn, ritt der im Hofgut Dagobertshausen beheimatete Springreiter im Stechen auf volles Risiko. Das ließ sich Carthage nicht zwei Mal sagen. Mit genügend Vorsicht in den eng angelegten Wendungen und einer enormen Galoppfrequenz spielte der Wallach heute mit den Abmessungen und kam nach 36,21 Sekunden fehlerfrei ins Ziel.

© www.sportfotos-lafrentz.de/Stefan Lafrentz

MANNHEIM – Maimarkt-Turnier 2021 WILL David (GER), Carthage 3. Preis der Brose Fahrzeugteile SE & Co.KG, Coburg CSIYH – Int. Springprüfung mit Stechen (1.45 -1.50 m) Finale 7 & 8j. Pferde Mannheim, Maimarkt 04. May 2021 © www.sportfotos-lafrentz.de/Stefan Lafrentz (© © www.sportfotos-lafrentz.de/Stefan Lafrentz)

Am gefährlichsten werden konnte David Will da sein Partner und Kollege Richard Vogel (die wir übrigens Anfang des Jahres besucht haben, nachzulesen im St.GEORG 02/2021, den Sie hier versandkostenfrei bestellen können), der ja bereits in den letzten Tagen sowohl mit den Youngstern Charisma HS und Carlchen S, als auch mit Never Walk Alone, Floyo VDL und Lesson Peak tolle Erfolge feiern konnte. Während er mit Charisma HS vier Strafpunkte sammelte, sicherte er sich mit Carlchen S, einem achtjährigen Comme Il Faut-Sohn, den Einzug ins Stechen. Und dass der Zweibrücker Wallach nicht nur schön, sondern auch schnell kann, stellte er heute einmal mehr unter Beweis, denn fehlerfrei in einer Zeit von 36,79 Sekunden hieß sein Ergebnis als letzter Starter im Stechen. Das bedeutete den zweiten Rang.

Der dritte Mann auf dem Treppchen trug sein blau-gelbes Jacket, die Farben vom Gestüt Zangersheide, wo er auch beheimatet ist: Christian Ahlmann. Der hatte mit Otterongo Alpha Z im Umlauf einen Springfehler hinnehmen müssen, schaffte aber den Einzug ins Stechen mit seinem zweiten Pferd, dem achtjährigen belgischen Warmblut Nijinski de Kavalrie v. Elvis Ter Putte. Der bunte Fuchs zeigte eine flüssige Nullrunde und galoppierte nach 38,18 Sekunden über die Ziellinie.

Die Bereiterin der Stephex Stables, Kendra Claricia Brinkop, platzierte sich mit einer fehlerfreien Runde in 40,53 Sekunden hinter Ahlmann. Sie stellte In Time vor, eine achtjährige Stute v. Biscayo aus einer Tangelo vd Zuuthoeve-Mutter. Rang fünf wurde es für Marcus Ehning und den Casall-Sohn Cupfer, der elastisch und mit viel Übersicht im Parcours unterwegs war. Ehning legte es auf eine flüssige, sichere Nullrunde an und brachte diese auch nach Hause. Die Uhr stoppte nach 41,69 Sekunden für das Paar.

Für den Holsteiner Verband präsentierte Rolf-Göran Bengtsson (SWE) den großrahmigen Holsteiner Schimmelhengst Catch, ein achtjähriger Colman-Calido I-Sohn. Im Stechen gab es einen Hindernisfehler für das Paar, weshalb es trotz der schnellen Zeit von 38,38 Sekunden der sechste Platz wurde. Ebenfalls einen leichten Fehler hatten Janne-Friederike Meyer-Zimmermann und Chaka Chaka v. Casall (4/41,4 Sekunden), die sich damit auf dem siebten Rang platzierte.

Otto Becker machte nach Abschluss des Turniertages dem Turnierveranstalter ein Kompliment: „Peter Hofmann hat unter diesen Voraussetzungen, mit all den Auflagen zum Schutz vor Corona und Herpes, das Beste draus gemacht und ein tolles Turnier auf die Beine gestellt. Die Bedingungen waren wie immer hervorragend.“ Von Freitag bis Sonntag sind nun nach Dressur- und Springreitern abschließend noch die Para-Dressurreiter an der Reihe.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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