Münster: Marcus Ehning Sieger im Großen Preis von Münster, Platzwechsel in der Dressur

Münster – Turnier der Sieger 2016

Marcus Ehning und Prêt a Tout, Sieger im Großen Preis von Münster 2016. (© Lafrentz)

Beim Turnier der Sieger stellte der verhinderte Olympiareiter Marcus Ehning einmal mehr unter Beweis, was für ein Ausnahmespringreiter er ist. Auf dem Dressurviereck gab es Positionswechsel auf der Spitze.

Im Sattel seines Aachener Nationenpreissieger Prêt a Tout v. Hiram Chambertin lieferte Ehning den mit 43,25 Sekunden schnellsten Ritt im zweiten Umlauf des 1,60 Meter-Springens um die BMW Hakvoort Trophy, Großer Preis von Münster. Ehning und Prêt a Tout, den er auf Wunsch der Besitzer im vergangenen Jahr von Kaya Lüthi übernommen hat, blicken auf eine hoch erfolgreiche Saison zurück. Abgesehen vom Nationenpreis in Aachen wurden sie unter anderem auch Vierte im Global Champions Tour Springen von Hamburg und siegten kurz darauf bei der GCT-Etappe von Madrid. Zu seinem Wochenende in Münster erklärte Marcus Ehning: „Besser hätte es eigentlich nicht für mich laufen können, Top-Platzierung am Sonnabend, Sieg am Sonntag – mit zwei verschiedenen Pferden. Zu Münster und dem Turnier der Sieger kann man eigentlich nur sagen, das mir nichts einfällt, was der Veranstalter besser machen könnte.“

Am dichtesten dran an das Siegerpaar kamen die Sieger der gestrigen Qualifikation, Jens Baackmann und die elfjährige Cornet Obolensky-Tochter Carmen. Nur sieben hundertstel Sekunden fehlten den beiden zum Wiederholungssieg. Enttäuscht war er aber keineswegs: „Ich habe den zweiten Platz gewonnen; ich freue mich insgesamt über dieses gelungene Turnier-Wochenende.“ Felix Haßmann und der ebenfalls elf Jahre alte Holsteiner Hengst Cayenne WZ v. Claudio reihten sich als Dritte ein. Der Deutsche Meister der Berufsreiter wäre naturgemäß auch gestern schon gerne vorne mit dabei gewesen. Aber beim Turnier der Sieger wäre ihm da noch ein bisschen mehr dran gelegen gewesen: „Erfolge machen bei diesem Top-Turnier einfach besonders Spaß!“

Der Große Preis von Münster war zugleich die vierte Etappe der Riders Tour, wo Marcus Ehning mit dem heutigen Sieg einen Satz von Platz sieben des Rankings an die Spitze gemacht hat.

Die vollständige Ergebnisliste vom heutigen Tag finden Sie hier …

und hier die Übersicht im Riders Tour-Ranking.

Dablino siegt in seiner „Special“-Prüfung

Der Grand Prix Special scheint Anabel Balkenhols 16-jährigem Hannoveraner De Niro-Sohn Dablino besonders zu liegen. Nach Aachen sicherten sie sich diese Prüfung nun auch beim Turnier der Sieger. Alle Richter waren sich einig, dass die beiden an diesem Tag nicht zu schlagen sind: 77,373 Prozent.

Platz zwei ging an das Siegerpaar des Grand Prix wo Balkenhol und Dablino noch Zweite gewesen waren: Hubertus Schmidt und den Trakehner Hengst Imperio v. Connery. Auch hier gab es keine unterschiedlichen Meinungen in der Jury. Das Paar erhielt 75,922 Prozent und damit die silberne Schleife.

Deutlich steigern konnten sich gegenüber dem Grand Prix der 14-jährige Hannoveraner Hengst Damsey v. Dressage Royal und Helen Langehanenberg. Im Grand Prix kamen sie nicht über die 70 Prozent. Im Special wurden sie Dritte mit 73,216 Prozentpunkten.

Platz vier ging an Mannschaftsweltmeisterin Fabienne Lütkemeier auf ihrer Nachwuchshoffnung Fabregaz v. Florestano (71,529) vor Mannschaftsolympiasiegerin Dorothee Schneider und Fohlenhofs Rock’n Rose v. Rubin-Royal (71,314).

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

 

Franziskus vor Escolar in der Intermédiaire

Die Zukunft der deutschen Dressur machte die Intermédiaire von Münster unter sich aus. Und auch hier tauschten die Erstplatzierten aus der ersten Prüfung der Kleinen Tour, dem Prix St. Georges, die Plätze. Diesmal siegte Ingrid Klimke auf dem achtjährigen Hannoveraner Hengst Franziskus v. Fidertanz vor Hubertus Schmidt mit dem erst siebenjährigen, ebenfalls gekörten Escolar v. Estobar. Franziskus – der diese Prüfung vor dem Münsteraner Schloss übrigens schon 2015 hatte gewinnen können – kam auf 76,895 Prozent, Escolar auf 74,763.

Beide Hengste sind für das Finale im Nürnberger Burg-Pokal im Dezember in Frankfurt qualifiziert. Schon das Duell zwischen diesen beiden dürfte spannend werden!

Heute ging Rang drei an Dorothee Schneider auf der neunjährigen Hannoveraner Stute Kiss Me, einer Tochter von Schneiders Grand Prix Hengst Kaiserkult (74,526). Helen Langehanenberg und die achtjährige Holsteiner Conteur-Tochter Annabelle reihten sich als Vierte ein (70,947).

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