Sopot: Deutsche Springreiter gewinnen Nationenpreis, Thieme und Meyer-Zimmermann doppelnull

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Janne Friederike Meyer-Zimmermann und Messi van't Ruytershof bei ihrem ersten gemeinsamen CSI5*-Nationenpreis in Sopot, Polen. (© facebook.com/CSIOSopot)

Der FEI-Nationenpreis im polnischen Sopot ist ein gutes Pflaster für die deutschen Springreiter. Wie schon im Vorjahr nahmen sie den Sieg mit nach Hause. Die Helden des Tages? André Thieme mit Chakaria und Janne Friederike Meyer-Zimmermann mit Messi.

Am Ende war die Entscheidung klar. Mit vier Fehlern gewann das deutsche Quartett den Nationenpreis von Sopot vor Frankreich mit sieben und der Schweiz mit acht Fehlern. Sowohl den beiden Europameistern, André Thieme auf Chakaria, als auch Janne Friederike Meyer-Zimmermann mit dem erst zehnjährigen Messi van’t Ruytershof gelangen zwei Nullrunden.

Gerade für letztere, die übrigens auch schon am Freitag auf Platz zwei beste Deutsche im Großen Preis gewesen waren, ist das ein Riesenerfolg. Für den BWP-Wallach v. Plot Blue aus dem Emerald-Stamm war es die Nationenpreis-Feuertaufe, für seine Reiterin das gelungene Comeback nach ihrer Babypause.

André Thieme hatte schon nach seinem zweiten Platz beim Global Champions Tour-Turnier in Hamburg mit Chakaria gesagt, dass er jetzt vor der großen Aufgabe steht, die gute Form der Chap-Tochter bis zu den Weltmeisterschaften zu konservieren. Dass sie alles kann, hat sie längst bewiesen. Heute hatten die beiden auch noch den Druck, als jeweils letztes Paar der Mannschaft an den Start gehen zu müssen. Vor allem in Runde zwei war es an ihnen, den Sieg zu sichern. Und das gelang!

Wie André Thieme sagte: „Meine Stute ist einfach so unglaublich gesprungen. Sie hat es möglich gemacht und ich bin ihr so dankbar, und auch Otto, dass er das Vertrauen in uns hatte, uns als letztes Paar der Mannschaft aufzustellen. Ich bin so glücklich, dass wir es wieder geschafft haben!“

Komplettiert wurde die deutsche Equipe durch die beiden Beerbaum-Stallreiter Philipp Weishaupt auf Coby und Christian Kukuk mit Mumbai. Coby hatte in beiden Umläufen einen Abwurf. Bei Mumbai fiel nur in Runde zwei eine Stange. So bildeten die beiden je einmal das Streichergebnis. Dazu Kukuk: „Ich war nicht ganz glücklich mit dem Fehler im zweiten Umlauf, aber ich bin sehr zufrieden mit meinem Pferd. Janne und André haben uns mit ihren Doppelnullrunden gerettet.“

Bundestrainer Otto Becker war verständlicherweise überglücklich: „Es war spannend bis zum letzten Ritt! Alle haben gut gefightet. Für mich ist der Nationenpreis mit zwei Umläufen die schönste Prüfung der Welt!“

Die weiteren Platzierten

Für Frankreich sprangen unter der Ägide von Equipechef Henk Nooren (NED) Kevin Staut im Sattel von Viking d’La Rousserie (4/0), Edward Levy auf Uno de Cerisy (6/0), Gregory Cottard auf Bibici (0/4) und Julien Gonin im Sattel von Valou du Lys (3/0).

Die Schweizer, deren St. Gallen-Zugpferd Martin Fuchs in Sopot fehlte, waren angetreten mit Alain Jufer auf Dante MM (4/0), Niklaus Schurtenberger im Sattel von Quincassi (0/8), Elin Ott mit Nanu II (8/4) und Edouard Schmitz auf Gamin van’t Naastveldhof (0/0).

Ingesamt gab es vier Paare, denen je zwei Nullrunden gelangen. Außer den Genannten waren das auch Denis Lynch und Brooklyn Heights für Irland. In Summe kamen die Iren aber auf zehn Fehler, was am Ende Rang vier bedeutete.

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