Longlist für die Vielseitigkeits-EM in Strzegom steht

Noch einmal, weil’s so schön ist! Ingrid Klimke verkörpert das, um was es im Reitsport geht: Die Liebe zum Pferd!

Die Ohren immer gespitzt und auf der Suche nach dem nächsten Sprung – So kennt man Hale Bob alias Bobby! (© www.toffi-images.de)

Im Anschluss an das Vielseitigkeitsturnier in Luhmühlen hat Hans Melzer die Longlist für die Europameisterschaft im polnischen Strzegom bekanntgegeben. Außerdem verriet er, wer Mitte Juli beim CICO3* in Aachen starten darf.

Am Ende des Vielseitigkeitsturniers in Luhmühlen hat Hans Melzer die Longlist für die Europameisterschaft in Strzegom/Polen bekanntgegeben. Das Championat der Vielseitigkeitsreiter  findet vom 17.-20. August statt. Auf dem Luhmühlener Turnier, bei dem die Deutsche Meisterschaft entschieden wurde und auch eine lange Viersterne-Prüfung ausgetragen wurde, hatte der Bundestrainer die Gelegenheit, die Leistungen der deutschen Vielseitigkeitsreiter gründlich unter die Lupe zu nehmen. Mit den Erfolgen seiner Schützlinge kann er definitiv zufrieden sein.

Longlist in drei Gruppen

Die Longlist der Kandidaten für die Europameisterschaft der Vielseitigkeitsreiter ist in drei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe aus fünf Reitern ist gesetzt. Das heißt, dass sie in Strzegom starten werden, solange Pferde und Reiter fit bleiben. Dies sind Andreas Dibowski mit Butt’s Avedon oder It’s me xx, Bettina Hoy mit Seigneur Medicott oder Designer, Michael Jung mit Rocana oder Lennox, Ingrid Klimke mit Hale Bob und Julia Krajewski mit Samurai du Thot oder Chipmunk.

Der zweite Block besteht aus Leonie Kuhlmann mit Cascora, Andreas Ostholt mit Corvette, Kai Rüder mit Colani Sunrise und Josefa Sommer mit Hamilton.

Insgesamt dürfen zwölf Reiterinnen und Reiter nominiert werden. Die Longlist komplettieren als Reservegruppe Jörg Kurbel mit Entertainer You, Claas-Hermann Romeike mit Cato und Falk-Filip-Finn Westerich mit Gina K.

Die Starter für Aachen

Kein Pferd, das in Luhmühlen die Viersterne-Prüfung gelaufen ist, soll in Aachen bei CICO3*, der letzten Sichtung für die Europameisterschaft Mitte Juli, an den Start gehen. „Die Viersterne-Prüfung in Luhmühlen war anspruchsvoll genug und wir haben noch viel vor in diesem Jahr“, sagte Bundestrainer Hans Melzer. Dementsprechend gehen nur die Pferde in Aachen, die die Dreisterne-Prüfung in Luhmühlen gelaufen sind.

In Aachen an den Start gehen Sandra Auffarth mit Opgun Louvo, Bettina Hoy mit Seigneur Medicott, Leonie Kuhlmann mit Cascora, Michael Jung mit Sam und Lennox, Ingrid Klinke mit Hale Bob, Jörg Kurbel mit Enertain You, Andreas Ostholt mit Corvette, Kai Rüder mit Colani Sunrise und Josefa Sommer mit Hamilton.

Nicht dabei sein können Julia Krajewski und Andreas Dibowski. Das liegt daran, dass zur gleichen Zeit die Europameisterschaften der Junioren und Jungen Reiter in Millstreet stattfinden. Julia Krajewski ist bekanntlich die Bundestrainerin der Junioren und kann daher aufgrund ihrer Verpflichtungen nicht in Aachen starten. Andreas Dibowski wird ebenfalls nach Millstreet fahren, um seine Tochter zu coachen, die wahrscheinlich bei dem Championat die deutschen Farben vertreten wird. Dies wird sich Anfang Juli entscheiden. Krajewski und Dibowski sollen dann zur Überprüfung der Fitness eine Woche nach Aachen noch eine kurze Zweisterne-Prüfung in Tongeren/Belgien reiten.

Neues Trainingslager

Neu in diesem Jahr ist das EM-Trainingslager in der Nähe von Strzegom, dem Austragungsort der Europameisterschaft. Ungefähr 15 Minuten entfernt von Strzegom werden die deutschen Reiter vor dem Championat unterkommen und dort sich dort gemeinsam vorbereiten können. So besteht nur eine lange Fahrt nach Strzegom, und nicht zwei – eine zum Trainingslager und eine zum Championat – wie es bisher bei Trainingslagern der Fall war.

Bettina Hoy kann eventuell nicht beim Trainingslager dabei sein, da sie für die Niederländer als Trainerin im Einsatz sein wird. Auch Michael Jung wird vielleicht beim Trainingslager fehlen und Ingrid Klimke möchte zur Zeit des Trainingslagers beim Turnier der Sieger in Münster an den Start gehen und dort Dressur reiten. „Aber wir haben es mit Profis zu tun“, ergänzte Melzer, der trotz des voraussichtlichen Fehlens seiner Teammitglieder optimistisch ist. Eine EM sei keine absolute Ausnahme für die Championatsreiter. „Das sähe bei einer WM anders aus“, so Melzer.

Zwei Wochen vor Aachen wird es ebenfalls ein Kurztraining in Warendorf für die Longlist-Reiter und Aachen-Starter geben, wo es nochmal intensiv Dressur- und Geländetraining geben wird. „Aachen ist speziell“, erklärt Melzer das Kurztraining.

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