Münster: U21-Preis der Zukunft Teil eins, zwei Siege für Stefanie Wolf

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(© Toffi)

Der K+K Cup in Münster ist das erste Kräftemessen der Saison für den Dressurnachwuchs. Heute trafen erstmals die Jungen Reiter in der Einlaufprüfung aufeinander. Es war eine knappe Entscheidung, die ein spannendes Finale verspricht.

Die drei erstplatzierten Reiterinnen der Einlaufprüfung um den Preis der Zukunft der Jungen Reiter hatten allesamt 71 Prozent vor dem Komma stehen. Heute hatte mit Alexa Westendarp und Der Prinz ein hoch erfahrenes Paar die Nase vorn. 71,711 Prozent gaben die Richter. Platz zwei ging an das Du0, das vor Weihnachten die Aachener Albert Vahle-Halle bei der Aachen Dressage YoungStars-Premiere gerockt hatte: Paulina Holzknecht auf Wells Fargo. Ihr Ergebnis: 71,667 Prozent. Und Paulina hatte schon in Aachen gezeigt, dass sie unter Druck noch einmal eine Schippe drauflegen und den Spieß umdrehen kann.

Die Dritte im Bunde ist Junioren-Europameisterin Lia Welschof, die nicht mit ihrem EM-Pferd nach Münster gereist war, sondern mit dem 16-jährigen Routinier Don Windsor, der schon seiner Besitzerin Florine Kienbaum Championatsmedaillen beschert hatte. Mit Lia Welschof ist es nun das zweite Turnier für den Oldenburger und das Ergebnis lautete 71,316 Prozent.

Zwei Siege ins Rheinland

Einen guten Tag hatte heute auch Stefanie Wolf, Bereiterin auf dem Krüsterhof von Johann Hinnemann. Sie hatte zwei Stuten mitgebracht, die sie schon lange begleitet, und mit denen sie bereits Bundeschampionatserfolge feiern konnte: zum einen die westfälische Florenciano-Tochter For Comtess Royal und zum anderen die rheinische San Amour-Stute Saphira.

Mit letzterer, Bronzemedaillengewinnerin bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde 2016, war Wolf kurz vor Weihnachten auch beim Finale des Nürnberger Burg-Pokals in Frankfurt am Start gewesen. Dort wurde dieselbe Aufgabe verlangt wie heute: der Prix St. Georges Special. Mit einer soliden Leistung des gut gerittenen Pferdes, die von den Richtern mit 72,033 Prozent bewertet wurde, sicherte sich die leichtfüßige Rappstute den Sieg.

Zweite wurden hier Kira Wulferding und die ebenfalls neunjährige und aus dem Rheinland stammende Bohemian Rhapsodie v. Belissimo M (71,626).

Ann-Christin Wienkamp und der gekörte Damon Hill-Sohn Daley Thompson von der Hengststation Becks belegten Rang drei (70,407). Wienkamp hatte den neunjährigen Westfalen von Heiner Schiergen übernommen. Unter dem hat auch Daley Thompson Deutschland schon bei der WM in Ermelo vertreten. Zuvor ging er unter anderem mit Claudia Rüscher und Sebastian Heinze und kann auf Bundeschampionatsplatzierungen verweisen.

Wienkamp saß außerdem auch dem Viertplatzierten (68,293), ebenfalls ein Hengst: der Trakehner Herakles v. Gribaldi, den sie für Norbert Timm vom Gestüt Hohenschmark vorstellt.

Wolf zum zweiten

Ihre zweite goldene Schleife am heutigen Tag holte Wolf sich in der morgendlichen S*-Dressur auf der zehnjährigen For Comtess Royal. Hier gab es nach einer sicheren Runde 73,532 Prozent. Zweite war hier U25-Dressurreiterin Petra Middelberg auf dem achtjährigen Belissimo M-Sohn Bodyguard WF (72,063 Prozent) vor Petra Stroetmann und der gleichaltrigen Damon’s Divarouge.

Damon’s Divarouge ist die jüngste der vier Fohlen, die Christian Becks aus seiner Rubin-Royal-Tochter Rapunzel in Kombination mit seinem Damon Hill gezogen hat. Die anderen drei sind bekannt: die 2017 verstorbene Damons’s Divene, Damon’s Delorange und Damon’s Satelite, die alle drei umjubelte Bundeschampions waren.

Eine andere ehemalige Bundeschampionesse ging heute ebenfalls in dieser Prüfung: die rheinische Cassini Boy Junior-Tochter Cassiopaya. Sie gehörte früher dem Ferienhof Stücker und holte die begehrte Schärpe auf dem Warendorfer Reitpferdeviereck noch unter Jana Freund. Nun wird sie von Niklaas Feilzer geritten, Bereiter im Stall von Isabell Werth.

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