Nottuln: Treffen der Bundeschampionatsfinalisten mit neuen Reitern

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Candy unter Helen Langehanenberg (© Equitaris/Becker)

In Nottuln fand dieser Tage ein Dressurturnier statt, bei dem die Münsterländer Dressurprominenz am Start war – unter anderem Helen Langehanenberg und Bianca Nowag mit mehreren Bundeschampionatsfinalisten.

Der jetzt fünfjährige Hannoveraner Costa Brava v. Christ-Londontime gewann beim Bundeschampionat 2019 die Bronzemedaillen der vierjährigen Stuten und Wallache mit Kira Wulferding im Sattel. Inzwischen sitzt die Piaff Förderpreis-Siegerin Bianca Nowag im Sattel. Anfang März stellte sie den schicken Rappen in seiner ersten Dressurpferdeprüfung Klasse A vor und gewann. Jetzt in Nottuln gaben die beiden ihr Debüt in einer Dressurpferdeprüfung Klasse L. Ergebnis: Sieg mit der Wertnote 8,2. Wäre die Prüfung eine Bundeschampionatsqualifikation gewesen – damit wären sie Warendorf dabei.

Platz zwei sicherte sich der sechsjährige Oldenburger Friendship v. Follow Me-Statesman unter Veronika Steinhof (8,1), gefolgt von Lars Schulze Sutthoff mit dem westfälischen Escolar-Sohn Einstein G (7,8).

Noch ein Bundeschampionatsmedaillengewinner war in dieser Prüfung am Start: der in Warendorf mit Silber geschmückte Westfalen-Hengst Fashion in Black v. For Romance, Siegerhengst der NRW-Körung von 2017, den Johanna Klippert für die Station Holkenbrink ausbildet und vorstellt. Mit 7,2 belegten die beiden Rang 15.

Wiedersehen mit Candy OLD

Seit sie Bronze bei den Weltmeisterschaften der Jungen Dressurpferde im August 2018 gewonnen hatte, war die Oldenburger Stute Candy v. Sir Donnerhall auf keinem Turnier mehr gewesen. In Ermelo war sie ja von Eva Möller für die damals schwangere Helen Langehanenberg vorgestellt worden. In deren Ausbildungsstall wird die inzwischen siebenjährige Candy weitergefördert. In Nottuln wurde sie von Helen Langehanenbergs Bereiterin Sabrina Geßmann in ihrer ersten Dressurpferdeprüfung Klasse M vorgestellt und wurde Zweite mit 8,3.

Dahinter landete Candys Stallkollege, der NRW-Landbeschäler Zoom v. Zack, der ja inzwischen auch von Helen Langehanenberg ausgebildet wird. Die saß selbst im Sattel und ritt den Hengst mit 8,1 auf Rang drei.

Sieger der Prüfung wurde mit einer 8,4 der erst sechsjährige Westfale Senor Charming mit Kira Laura Soddemann. Der Stanford-Sohn aus einer Fürst Piccolo-Mutter hat die Klasse L quasi übersprungen. Im November 2019 stellte seine Reiterin ihn in zwei Dressurpferdeprüfungen der Klasse A vor und gewann beide. Jetzt ging er seine erste Dressurpferdeprüfung Klasse M mit Ergebnis siehe oben.

Nochmal Stall Langehanenberg

In der Dressurprüfung Klasse M* für sechs- bis achtjährige Pferde heute Morgen hatte schon wieder Sabrina Geßmann die Nase vor ihrer Chefin Helen Langehanenberg. Diesmal saß Pferdewirtschaftsmeisterin Geßmann (Note 1,0 fürs Reiten und Unterrichten!) im Sattel der Deveraux-Tochter Drama Queen, die Helen Langehanenberg aus der Louis le Bon-Tochter Louisiana gezogen hat und die ihr auch noch gehört. Für die siebenjährige Stute war es die erste „richtige“ M-Dressur, für die sie eine 8,3 erhielt. Sie ist übrigens eine Halbschwester zu dem zwei Jahre älteren Frank Sinatra v. Fidertanz, der mit Helen Langehanenberg sechsjährig Fünfter beim Bundeschampionat war und inzwischen in Klasse S angekommen ist.

Apropos Bundeschampionat – das Warendorfer Viereck kennen sowohl die Siegerin als auch die Zweitplatzierte. Beide gingen 2018 bei den Fünfjährigen Dressurpferden an den Start. Doch während es bei Drama Queen nicht für eine Medaille reichte, stand die gleichaltrige Hannoveraner Stute Schöne Scarlett v. Scolari-Londonderry fast ganz vorne im Finale. Mit Leslie Rohrbacher im Sattel gewann sie Silber. 2019 qualifizierte das Paar sich erneut und wurde Zwölfte bei den Sechsjährigen. Nun saß erstmals Helen Langehanenberg auf einem Turnier in ihrem Sattel und ritt die Stute auf Anhieb auf Platz zwei bei ihrem Debüt in der regulären Klasse M. Wertnote: 8,2.

S* an Florine Kienbaum, S-Debüt für Sezuan-Schwester

Seinen ersten Auftritt in der schweren Klasse konnte der achtjährige Oldenburger Bacanto v. Bordeaux-Don Romantic auf Anhieb in einen Sieg ummünzen. Im Sattel saß die ehemalige Deutsche Bank Reitsport-Akademistin Florine Kienbaum, die den Dunkelfuchs für eine 8,1 durch die Dressurprüfung Klasse S* für sieben- bis neunjährige Pferde ritt.

Das Nachsehen hatte mit 7,8 Patrik Kittels Stallreiterin Malin Wahlkamp-Nilsson im Sattel des achtjährigen gekörten Schweden Touchdown v. Quaterback. Der Hengst war im vergangenen Jahr noch von Christoph Koschel erfolgreich in Klasse M vorgestellt worden. Auch für ihn war es die erste S-Dressur.

Rang drei teilten sich mit jeweils 7,6 der von Charlott-Maria Schürmann vorgestellte Simsalabim v. Sean Connery-Donnerball und der Fürst Grandios-Sohn Fürst Dantino unter Claire-Louise Averkorn.

Auch in dieser Prüfung war vierbeinige Prominenz am Start, etwa die erst siebenjährige Dänische Warmblutstute Straight Horse Ascenzione v. Zack-Don Schufro. Wem die Abstammung bekannt vorkommt, die Stute ist die Vollschwester zum dreifachen Dressurpferde-Weltmeister Sezuan und war auch schon selbst bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde am Start, erst unter dänischem Beritt und dann mit Helen Langehanenberg, die die Stute seit Herbst 2018 reitet. Heute kamen sie mit einer 7,2 aus ihrer ersten S-Dressur und waren damit „einen raus“ aus der Platzierung.

Anders der achtjährige Oldenburger Hengst Top Gear v. Totilas-Don Frederico unter Isabel Freese. Einen Tag nach Papas Geburtstag belegte er Rang neun mit einer 7,3. Top Gear war allerdings auch schon mehrfach in Klasse S im Einsatz, verpasste im vergangenen Jahr nur knapp die Qualifikation für den Nürnberger Burg-Pokal.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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