CIC3* Marbach: Julia Krajewski vorn

Julia Krajewski und Chipmunk

Das Dreisterne-Event in Marbach hat begonnen. In der CIC3*-Prüfung, in der die Berufsreiter ihren Vielseitigkeitschampion ermitteln, geht nach zwei Dressurtagen eine Reiterin gleich doppelt in Führung: Julia Krajewski.

Die 29-jährige Nachwuchsbundestrainerin und Pferdewirtschaftsmeisterin setzt sich nach der Dressur sowohl im CIC3* als auch in der Wertung des Berufsreiterchampionats an die Spitze. Sie sitzt im Sattel von Chipmunk, einem zehnjährigen Hannoveraner v. Contendro I, mit dem sie Anfang April ihre Saison in Kreuth eröffnet hat und Platz zwei im CIC2* belegte.
Im Marbacher Dressurviereck lieferte das Paar eine harmonische Runde ab mit Höhepunkten im starken Galopp, den Traversalen und den ganzen Paraden. Für ihren geschmeidigen Sitz und effektive, aber kaum sichtbare Hilfengebung bekam Julia Krajewski in den Schlussnoten eine 9 und eine 8,5 von den Richtern bei C und E. 24,4 Minuspunkte lautet ihr Zwischenergebnis. Das entspricht 75,58 Prozent und bis letztes Jahr wären das noch 36,6 Minuspunkte gewesen. Ab 2018 hat die FEI allerdings den Modus verändert, das Dressurergebnis wird nicht mehr mit 1,5 multipliziert, so dass das Gelände wieder mehr Gewicht bekommt. Dementsprechend dicht folgt hinter Julia Krajewski die Konkurrenz.

Die weiteren Plätze

Mit 26,8 Minuspunkten liegt die bei Peter Thomsen stationierte Schwedin Louise Svensson Jähre mit Utah Sun momentan auf Platz zwei vor Josefa Sommer, die letztes Jahr als Einzelstarterin mit dem 16-jährigen Heraldik xx-Nachkommen Hamilton bei der Europameisterschaft in Strzegom ihr Championatsdebüt gab und Zwölfte wurde. In Marbach schlagen für das Paar bis jetzt 27,7 Minuspunkte zu Buche. Marina Köhncke hat gleich zwei Eisen im Feuer und beide unter die Top 12 geritten. Mit der selbstgezogenen Holsteinerin Let’s Dance v. Lancer II liegt sie mit 27,9 Minuspunkten auf Platz vier im Gesamtklassement, im Berufsreiterchampionat belegt sie im Moment den zweiten Platz. Auf dem neunjährigen Oldenburger Ignatz kam sie auf 29,6 Minuspunkte, Rang zwölf. Den teilt sie sich mit Julia Mestern und Grand Prix. Das sonst so dressurstarke Paar musste zwei Patzer in Kauf nehmen – Angaloppieren in der Trabverstärkung und Umspringen im Außengalopp.
Platz fünf im Ranking und Platz drei im Berufsreiterchampionat hat nach der Dressur Dirk Schrade inne (28,2). Am Start ist er mit Unteam de la Cense. Für den zehnjährigen Selle Français Wallach v. Diamant de Semilly, der von Michele Moor aus der Schweiz in den internationalen Sport gebracht wurde und seit 2016 im Besitz von Schrades langjähriger Unterstützerin Freya Rethmeier steht, ist das die erste Dreisterne-Prüfung. Letzten Herbst war er siegreich im CCI2* in Strzegom (POL) und im April diesen Jahres wurde er Zweiter im CIC2* in Sopot (POL).
Auf den Plätzen folgen Hanna Knüppel mit Carismo (28,7), Salome Lüdi/Super Rose, Louise Svensson Jähde/Waikiki und Peter Thomsen/Nobleman (alle drei 28,9) sowie Linda Algotsson (SWE)/Fairnet und Andreas Dibowski/Corrida (beide 29,4). Dibowski liegt im Berufsreiterchampionat auf dem vierten Platz vor Julia Mestern auf Platz fünf.

Neues Prüfungsformat, mehr Sicherheit im Stall

Neben dem CIC3* sind in Marbach auch eine lange und eine kurze Einsterne-Prüfung sowie eine internationale Zweisterne-Ponyprüfung ausgeschrieben. Erstmals neu in diesem Jahr: ein Junioren-Nationenpreis, der im Rahmen des CCI* ausgetragen wird.
Das ist nicht die einzige Änderung. Nach den bis heute ungeklärten Vorkommnissen bei der Europameisterschaft in Strzgeom 2017, wurde in Marbach aufgerüstet. Seit dem Event, bei dem Julia Krajewskis Pferd Samourai du Thot positiv auf die unerlaubte Medikation mit dem Wirkstoff Firocoxib getestet, der deutschen Mannschaft die Silbermedaille aberkannt und der Reiterin eine Geldstrafe auferlegt wurde, sind immer wieder die Sicherheitsvorkehrungen im Stallbereich bemängelt worden. In Marbach wurde bislang nur ein Teil der Stallgassen mithilfe von Videokameras überwacht, seit diesem Jahr wurde das Security-Konzept ausgeweitet und mögliche Lücken sind geschlossen worden, heißt es von Seiten der Veranstalter.

Alle Ergebnisse im Detail finden Sie hier.

 

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