Deutschland gewinnt EEF-Nationenpreis von Bratislava im Stechen gegen Irland

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Symbolbild (© Toffi)

Da ist er, der Nationenpreissieg für die deutsche Equipe in der Nationenpreis-Ausgabe des europäischen Reitsportverbandes EEF in Bratislava (SVK). Um den Sieg musste Deutschland stechen, gegen Irland, genauer gesagt Sophie Hinners und Million Dollar gegen Alexander Butler und Eindhoven G.H..

Auch die zweite Etappe der Nationenpreis-Serie bot somit reichlich Spannung. Vor knapp zwei Wochen hatte ja in Mannheim ebenfalls ein Stechen die Entscheidung bringen müssen. Erneut lag die deutsche Equipe nach den zwei Umläufen über 1,45 Meter-Parcours gleichauf mit einer weiteren. Das war dieses Mal die irische Mannschaft um Equipechef Michael Blake.

Nach den zwei Umläufen schlugen lediglich vier Strafpunkte für die Iren zu Buche. Dies ergab sich aus den Ergebnissen der Teammitglieder, darunter Alexander Butler und Eindhoven G.H.. Sie fanden im ersten Umlauf noch so gar nicht zusammen und kassierten 22 Strafpunkte, womit sie das Streichergebnis bildeten. In Runde zwei lief es dann jedoch wie am Schnürchen, alle Stangen blieben in ihren Auflagen. Teamkollegen David Simpson mit Medoc de Toxandria sowie Thomas Ryan mit Springfield gelangen jeweils zwei tadellose Runden. Und Schlussreiter Trevor Breen war mit Germaine W nur wenig schlechter unterwegs und kam mit vier und null Punkten aus den zwei Parcours. Das bedeuteten insgesamt vier Punkte für das Team von der grünen Insel.

Für Deutschland waren einige Nachwuchstalente am Start. Cedric Wolf legte mit Chicitito mit vier und null Punkten je Umlauf vor. Es folgte Sven Schlüsselburg mit seinem Bud Spencer. Die beiden ehemaligen Perspektivkader-Mitglieder präsentierten sich in Bratislava bei ihrem Nationenpreis-Einsatz in Idealmanier, beendeten beide Umläufe fehlerfrei. Kendra Claricia Brinkop war die Dritte im Bunde und hatte Narcos vd Smidshoeve mit in die Slowakei gebracht. Das Paar beendete den Nationenpreis mit null und acht Strafpunkten. Schlussreiterin war Sophie Hinners mit dem Holsteiner Verbandshengst Million Dollar. Die beiden glänzten ja bei im Grunde alle ihren bisherigen gemeinsamen Auftritten, wie in Hagen oder beim EEF-Nationenpreis von Mannheim. Nach einer tadellosen Runde im ersten Umlauf gab es in Runde zwei vermutlich ein großes Raunen. Deutschland war als letzte Mannschaft der insgesamt elf teilnehmenden Equipes dran, und Irland hatte zuvor seine vier zählenden Strafpunkte aus Umlauf eins auch in Runde zwei halten können. Nach den acht Fehlerpunkten von Teamreiterin Brinkop lastete also ein enormer Druck auf den Schultern von Sophie Hinners, denn es brauchte eine fehlerfreie Runde, um den Sieg zu holen. Doch tatsächlich fiel im zweiten Parcours mit Million Dollar einmal die Stange: somit mussten beide Equipes ins Stechen um den Sieg!

Davon unbeirrt brachte Döring Hinners und Million Dollar jedoch auch im Stechen an den Start. Dort dürfen die Mannschaften ja jeweils ein Paar auswählen, das an den Start gehen soll. Spannend wurde es im Duell gegen Alexander Butler und Eindhoven G.H.. Schlussendlich hatten die Deutsche Meisterin der Springreiterinnen und der Holsteiner Verbandshengst die „Nasen“ vorn, kamen auf vier Strafpunkte. Für das Paar aus Irland wurden es neun Strafpunkte. Somit sicherte sich Deutschland in der zweiten Etappe der EEF-Nationenpreisserie den Sieg. Equipe-Chef Marcus Döring, seit Jahresbeginn deutscher Co-Bundestrainer, war voll des Lobes ob der Leistung seiner Mannschaft: „Großartiger Kampfgeist, großartige Teamleistung.“

Schweizer Auftakt-Sieger auf Rang drei

Mit der Entscheidung nichts mehr zutun hatten die im Auftakt-Nationenpreis in Mannheim siegreichen Schweizer. Nach Umlauf eins standen noch null Fehler auf dem Konto der Eidgenossen. Doch das Team um Equipechef Michel Sorg bekam im zweiten Umlauf zwar wenige, aber teure Fehler. In beiden Umläufen bildete Dominik Fuhrer mit Ghost das Streichergebnis aufgrund von jeweils acht Fehlerpunkten. Runde eins fehlerfrei, Runde zwei mit vier Strafpunkten beendeten Edouard Schmitz und Gamin van’t Naastveldhof. In Bestform waren Elian Baumann und Little Lumpi E unterwegs und ließen sich in beiden Umläufen nichts zu Schulden kommen. Niklaus Schurtenberger blieb mit Quincassi zwar fehlerfrei in Runde eins, bekam aber vier Fehler im zweiten Parcours. Das Endergebnis lautete somit acht Punkte für das Team aus der Schweiz.

Platz vier belegten die Belgier mit zwölf Strafpunkten, gefolgt von den Niederlanden mit 16 und Österreich mit 20 Zählern.

Alle Ergebnisse aus Bratislava finden Sie hier.

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