Verden: Sportprüfung mit Bestnoten für Jovian, For Final, Denver und Del ‚Arko d’Henvet

Secret – Jessica Lynn Anderson-SDC17-JRF_7230-foto-reumann

Hat seinen Sporttest mit Bravour bestanden: Secret v. Sezuan, hier unter Jessica-Lynn Andersson in Nördlingen 2017 (© Jan Reumann)

Der zweite Sporttest für Hengste in Verden ist heute zu Ende gegangen – mit hohen Noten und ohne Ausfälle mit Ausnahme zweier Hengste, die zurückgezogen bzw. deren Prüfung durch die Richter abgebrochen wurde.

Bei den vierjährigen Dressurhengsten erzielte der KWPN-Hengst Jovian v. Apache-Tango aus dem Stall Helgstrand das höchste Ergebnis. Im Bereich Dressur war er der einzige Hengst, der auf eine Gesamtnote über 9,0 kam. Es wurde eine 9,1. Lediglich der Schritt fiel im Vergleich zu den anderen Kriterien in der Bewertung ab. Hier gab es eine 7,5. Dem gegenüber standen eine 9,5 im Trab, 9,3 im Galopp, 9,5 in der Rittigkeit und 9,0 für den Gesamteindruck.

Das zweithöchste Ergebnis erzielte der Württemberger Bundeschampionats-Zweite Secret v. Sezuan (Z.: Hubert Vogler) unter Jessica Lynn Andersson für den Stall Eckhard Wahlers. Der Rappe aus einer St. Moritz-Mutter wurde mit einer 8,88 insgesamt bewertet. Die Teilnoten: 8,7 für den Trab, 9,2 für den Galopp, 8,5 für den Schritt sowie jeweils eine 9,0 für Rittigkeit und Gesamteindruck.

Auch Finest Selection war in Verden am Start, jener Oldenburger Rappe v. Follow Me-Lauries Crusador xx (Z.: Heinz-Hermann Leismann, Tecklenburg), der unter Lukas Fischer beim Bundeschampionat 2017 am Start war und nach dem Fremdreitertest am bis dato führenden Secret (siehe oben) vorbeiziehen konnte. Nach dem Führungswechsel im Dressurpferde Leistungszentrum Lodbergen wird Finest Selection nun von Therese Nilshagen vorgestellt. Sie konnte sich mit ihm über eine 8,74 freuen, die dritthöchste Bewertung des Starterfeldes. Im Trab erhielt Finest Selection eine 8,5. Alle anderen Kriterien wurden durchgehend mit 8,8 benotet.

Ein Wiedersehen gab es mit dem Oldenburger Siegerhengst des Jahres 2016, Fürst Fabrice v. Fürstenball-Sandro Hit (Z.: Arnold Wegbünder). Er trat für die Hengststation Sosath an und war mit einer 8,3 das Pferd mit der vierthöchsten Wertnote unter den insgesamt neun Teilnehmern. 8,7 lautete die Bewertung im Trab, 8,0 im Galopp, 7,8 im Schritt sowie jeweils 8,5 für Rittigkeit und Gesamteindruck.

Der einzige Hengst, der ohne Prüfungsergebnis nach Hause fuhr, war der Trakehner Pac Man v. Rheinklanng-Latimer (Z.: Marion Sage, Vechta). Er war von Renate Weber für Verden angemeldet worden, die dann jedoch entschied, dass der Hengst die Prüfung abbrechen sollte. Er gehörte zu den vier Pferden, die bei der Trakehner Frühjahrskörung in Münster angetreten waren, aber alle nicht akzeptiert wurden.

Fünfjährige

8,2 lautete die höchste Note bei den elf fünfjährigen Hengsten in Verden. Sie ging an den Oldenburger For Final v. For Romance-Dimaggio (Z.: Sarah Kohl). Das Dressurpferde Leistungszentrum Lodbergen hatte die Ausbildung des Rappen vor kurzem in die Hände von Stalla-Charlott Roth gelegt, die ihn in Verden auch vorstellen. Die Noten: 8,3 im Trab, 8,1 im Galopp, 8,5 im Schritt, 8,0 in der Rittigkeit und 8,2 für den Gesamteindruck. For Final hatte übrigens auch 2017 schon seinen Sporttest gewonnen, damals in Münster.

Mit einer Endnote von 8,15 reihte sich der Trakehner Millennium-Sohn Helium aus dänischer Zucht an zweiter Stelle ein. Der Rappe aus einer Induc-Mutter ist sowohl über das Haupt- und Landgestüt Marbach wie auch über den Klosterhof Medingen zu beziehen, gehört aber dem Trakehner Gestüt Gut Staffelde. Alle Beteiligten konnten sich über die 8,0 als Wertnote für alle Teilbereiche bis auf die Rittigkeit freuen. Hier gab es eine 8,5 für den Schwarzen.

Helium dicht auf den Fersen war mit einer 8,12 der Hannoveraner Frascino v. Fürst Wilhelm-Don Frederico (Z.: Manfred Zimmermann, Dümpelfeld), den Patrick Kraft für das Dressurpferde Leistungszentrum Lodbergen vorstellte. Er erzielte eine 8,4 im Trab (die höchste Note in diesem Teilbereich), eine 7,8 für den Galopp, 8,3 im Schritt, 8,0 für die Rittigkeit und schließlich eine 8,2 für den Gesamteindruck.

Springen

Bei den vierjährigen Springpferden gab es gleich drei Hengste mit einer Gesamtwertnote von 9,0 und besser. Es siegte mit einer 9,03 der Holsteiner Denver v. Dinken-Lennon (Z.: Johann-Peter Lass), der von Stationschef Dirk Ahlmann persönlich vorgestellt wurde. Die Richter bescheinigten dem Hengst eine „sehr gute“ Galoppade, Springvermögen für eine 9,5, eine ebenfalls „sehr gute“ Manier, Rittigkeit für eine 8,5 und noch ein „Sehr gut“ im Bereich Gesamteindruck. Denver war im vergangenen April in Holstein gekört worden.

Nur um Haaresbreite musste sich der 2016 in Westfalen gekörte und teuer veräußerte Hannoveraner Karajan v. Kannan-Verdi (Z.: Werner Schultze) geschlagen geben. Er vertrat in Verden den Klosterhof Medingen und auch ihm attestierte das Richterteam Vermögen für eine 9,5. Hinzu kamen 8,7 für den Galopp, 8,8 in der Manier sowie jeweils 9,0 für Rittigkeit und Gesamteindruck.

Eine glatte 9,0 war das Ergebnis des OS-Siegerhengstes 2016, Zinedream v. Zinedine (Z.: Gerd Küst). Er steht nun auf dem Gestüt Bonhomme. Für seinen Einsatz empfahl er sich mit der höchsten Rittigkeitsnote von 9,5 sowie 8,5 im Galopp, 9,2 im Vermögen, 8,8 für die Manier und 9,0 für den Gesamteindruck. Zinedream ist übrigens ein Halbbruder zu Hand-Dieter Drehers Quiwi Dream. Die beiden haben dieselbe Mutter: Panam Air v. Contender-Landadel.

Fünfjährige

Auch bei den ein Jahr älteren Springhengsten waren mehrere „Sehr gute“ dabei, diesmal sogar vier an der Zahl. Und allen voran der vom Holsteiner Verband angemeldete Selle Francais-Hengst Del ‚Arko d’Henvet v. Tsunami de Hus-Quartz de Frely AA. Er hatte im vergangenen Jahr unter anderem schon beim Veranlagungstest in Schlieckau überzeugt. Und das tat er auch in dieser Woche. Und wie! Eine 9,8 erhielt er im Bereich Vermögen und eine 9,5 für die Manier. Zusammen mit 8,5 im Galopp, 9,6 in der Rittigkeit und 9,5 für den Gesamteindruck kam er so auf eine Endnote von 9,4.

Vorjahressieger Stakkolensky v. Stakkato-Cornet Obolensky (Z.: Karl-Henning Rollwage) musste sich unter Thomas Heineking mit einer 9,17 geschlagen geben. Seine höchste Note war die für die Rittigkeit, auch eine 9,6. Das Vermögen des Hannoveraners benotete die Jury mit 9,5, den Galopp mit 8,4, die Manier mit 9,1 und den Gesamteindruck mit 9,2.

9,13 lautete die Gesamtnote für Checkter v. Cellestial, auch er ein Wiederholungstäter. Der von der Station Böckmann stammende OS-Hengst aus einer Mutter v. Lord Pezi-Ile de Bourbon glänzte mit der höchsten Rittigkeitsnote des Lots: 9,8. Die weiteren Bewertungen: 8,5 im Galopp, 9,0 im Vermögen, 9,2 für die Manier und den Gesamteindruck.

Der vierte im Bunde der Neuner-Pferde war der Westfale El Amigo v. Eldorado van de Zeshoek-Cassini (Z.: ZG Sterthoff) mit einer 9,08. Er deckt im Stall Saaringen von Josef Machui und trat für den Pferdezuchtverband Brandenburg-Anhalt an. 8,5 gab es für den Galopp, 9,0 für das Vermögen, 9,3 im Bereich Manier, 9,5 für die Rittigkeit und 9,0 im Gesamteindruck.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

 

 

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