WBFSH Rankings 2018: KWPN dominiert alle drei olympischen Disziplinen

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Laura Graves' Verdades ist das erfolgreichste Dressurpferd des Jahres beim WBFSH und ein Vertreter des erfolgreichsten Zuchtverbandes, des KWPN. (© Ludwiga von Korff)

Der Königlich Niederländische Pferdezuchtverband KWPN führt in Dressur, Springen und Vielseitigkeit das Ranking der Weltzüchtervereinigung WBFSH an.

Jeden Monat wird beim WBFSH ausgewertet, welche Pferde im internationalen Sport am meisten Punkte gesammelt haben und für welchen Zuchtverband sie an den Start gehen. Anhand dessen kann dann ein Ranking erarbeitet werden. Im Herbst wird dann eine Jahresbilanz gezogen. Die fällt insbesondere für das KWPN herausragend aus. Zugleich werden dann die Züchter der erfolgreichsten Pferde geehrt.

Dressur

Mit 13.745 Punkten führt das KWPN in der Dressur vor den Hannoveranern (13.407), dem Westfälischen Pferdestammbuch (12.749), dem Oldenburger Verband (12.680), dem Dänischen Warmblut DWB (12.465) und dem Deutschen Sportpferd (DSP).

Die meisten Punkte für das KWPN sammelte Laura Graves‚ Verdades v. Florett As, aktuell das Paar Nummer eins auf der Weltrangliste. Zweiterfolgreichstes Pferd war mit Unee BB v. Gribaldi ein Pferd, das unter deutscher Flagge geht. Allerdings hat Jessica von Bredow-Werndl ihren langjährigen Erfolgspartner ja inzwischen aus dem Sport verabschiedet. Daneben gehören der Weltcup-Sieger aus Herning, Blue Hors Zack v. Rousseau, unter Daniel Bachmann Andersen (DEN), Jessica von Bredow-Werndls Zaire-E v. Son De Niro, Madeleine Witte-Vrees‚ (NED) Cennin v. Vivaldi und der von Juliette Ramel für Schweden vorgestellte Buriel K. H. v. Osmium zu den sechs erfolgreichsten KWPN-Pferden.

Für Hannover war die Bronzemedaillengewinnerin der Weltmeisterschaften in Tryon, Mount St. John Freestyle v. Fidermark, mit der britischen Olympiasiegerin Charlotte Dujardin am erfolgreichsten. Dahinter reihen sich Helen Langehanenberg und Damsey v. Dressage Royal ein, gefolgt von Isabell Werths Don Johnson v. Don Frederico. Die weiteren drei Punktesammler gehen nicht für Deutschland: Salvino v. Sandro Hit mit Adrienne Lyle (USA), Deep Impact v. De Niro unter Severo Jurado Lopez (ESP) und Delatio v. De Niro, zunächst mit Emile Faurie (GBR), inzwischen mit Patrik Kittel (SWE).

Isabell Werths Aachen-Sieger Emilio v. Ehrenpreis und Weltmeisterin Bella Rose v. Belissimo M sind die Pferde, die für das Westfälische Pferdestammbuch am erfolgreichsten im Einsatz waren, gefolgt von Beatriz Ferrer-Salats (ESP) Delgado v. De Niro, Benjamin Werndls Daily Mirror v. Damon Hill, Four Seasons v. Fürst Piccolo unter Diederik von Silfhout (NED) und Tattoo v. Tuareg mit Belinda Trussell (CAN).

Erfolgreichste Vertreterin der Oldenburger Zucht war Isabell Werths Weihegold v. Don Schufro. Dänisches Aushängeschild ist Cathrine Dufours Atterupgaards Cassidy. Und beim Deutschen Sportpferd ist Sammy Davis Jr. von Dorothee Schneider die Nummer eins.

Züchter des Jahres

Züchter des Jahres im Bereich Dressur ist Peter Jan Crum im niederländischen Herveld, der seine Goya-Tochter Liwilarda mit dem Florestan-Sohn Florett As anpaarte und damit das aktuell führende Pferd der Weltrangliste zeugte, Laura Graves‘ Verdades.

Zweiterfolgreichstes Pferd war Isabell Werths Weihegold, weshalb Inge Bastian in Bargteheide sozusagen die züchterische Silbermedaille gebührt.

Erwähnenswert ist auch die Zuchtgemeinschaft Heinrich und Wilhelm Strunk, bei denen sowohl Isabell Werths Bella Rose als auch Emilio zur Welt kamen.

Springen

Im Parcours liegt das KWPN mit 8621 Punkten vor dem Belgischen Warmblut (7390) und dem Selle Français (7034). Bester deutscher Verband ist das Westfälische Pferdestammbuch auf Rang vier (6915), gefolgt vom Springpferdezuchtverband Oldenburg International OS (6782). Es folgen Schweden (6593), Hannover (6460) und der Holsteiner Verband (6271).

Erfolgreichstes Pferd sowohl beim KWPN als auch der Gesamtwertung ist der Nabab de Reve-Sohn Zinius, der inzwischen mit Harrie Smolders für die Niederlande springt. Ben Mahers neuer Superstar Explosion W v. Chacco Blue ist das zweiterfolgreichste Pferd der Niederlande, aber in der Gesamtwertung steht er „nur“ an fünfter Stelle. Laura Renwick (GBR) und Bintang II v. Tangelo van de Zuuthoeve stehen an vierter Stelle, dahinter Eddie Blue v. Zirocco Blue unter Devin Ryan (USA), Admara v. Padinus unter Carlos Lopez (COL) und schließlich California mit Edwina Tops-Alexander (AUS).

Harley vd Bisschop v. Dulf van den Bisschop, der jüngst von Nicola Philippaerts zu Bertram Allen wechselte, ist bester Vertreter des Belgischen Warmbluts. Faustino de Tili v. Berlin liegt mit Kristen Vanderveen (USA) an zweiter Stelle, dahinter Identity Vitseroel v. Air Jordan Z mit Christophe Vanderhasselt (BEL), Hester v. Wandor van de Mispelaere unter Lucy Deslauriers (USA), Gancia de Muze mit Niels Bruynseels (BEL) und Indiana v. Kashmir van Schuttershof, geritten von Malin Baryard-Johnsson (SWE).

Der von Alexis Deroubaix für Frankreich gerittene Mylord Carthago-Sohn Timon d’Aure ist das Pferd, das beim Selle Français die meisten Schleifen holte. Rokfeller de Pleville Bois Margot v. Larc de Triomphe ist der zweiterfolgreichste Franzose mit dem Spanier Eduardo Alvarez Aznar im Sattel. Es folgen Rouge de Ravel v. Ultimo van ter Moude unter Guy Williams (GBR), Kevin Stauts (FRA) Silver Deux de Virton v. Kashmir van Schuttershof, Simon Delestres (FRA) Hermes Ryan v. Hugo Gesmeray und Marcus Ehnings Pret a Tout v. Hiram Chambertin.

Unter den viertplatzierten Westfalen waren Henrik von Eckermann (SWE) und Mary Lou v. Montendro die Großverdiener. Dahinter stehen vier (!) Nachkommen des Cornet Obolensky: Marcus Ehnings Cornado, Martin Fuchs‚ Clooney (SUI), Marcus Ehnings Comme il faut, Daniel Deußers Cornet d’Amour und schließlich noch Connery v. Cordobes II unter Luca Maria Moneta für Italien.

Bestes OS-Pferd war Margie Engles‘ Royce v. Cafe au lait. Bestes schwedisches und zugleich zweitbestes Pferd insgesamt war Steve Guerdats (SUI) Bianca v. Balou du Rouet. Genauso viele Punkte wie Bianca hat Eric Lamazes Fine Lady v. Forsyth auf dem Konto, die damit zugleich beste Vertreterin des Hannoveraner Verbandes ist. Unter den Holsteiner Pferden ragt die Casall-Tochter Cita mit dem Iren Daniel Coyle im Sattel hervor.

Züchter des Jahres

Als Springpferdezüchter des Jahres wird damit der Stall Everse in den Niederlanden ausgezeichnet, wo Zinius zur Welt kam. Wilhelm Leymann kann sich über seine Fine Lady freuen, gemeinsam mit Biancas Züchtern, dem schwedischen Stall Hickey.

Vielseitigkeit

Auch in der Vielseitigkeit hat das KWPN die Spitzenposition erobert mit gleich drei Pferden unter den Top Ten und insgesamt 1470 Punkten: Cekatinka v. King Kolibri, die mit Tim und Jonelle Price für Neuseeland erfolgreich ist (2. der Gesamtwertung), Rosalind Canters (GBR) Weltmeister Allstar B v. Ephebe For Ever (4.) und Zenshera v. Guidam (5.), der ebenfalls von Ros Canter geritten wird. Ferner sind unter den besten Sechs zu finden Zagreb v. Perion mit Alexander Bragg (GBR), Deniro Z v. Zapatero unter der US-Amerikanerin Elisabeth Halliday-Sharp und Ceylor v. Veron mit Kitty King (GBR).

1373 Punkte stehen beim Irischen Sportpferd auf der Haben-Seite. Die erfolgreichsten Pferde sind hier Stellar Rebound v. Ricochet unter Sarah Ennis (IRL) und Ardagh Highlight v. Puissance mit Sam Watson. Gepunktet haben außerdem Ballaghmor Class v. Courage II unter Oliver Townend (GBR), Quarrycrest Echo v. Clover Echo mit Piggy French (GBR), Ringwood Sky Boy v. Courage II, geritten von Tim Price (NZL) und Fernhill Tabasco v. Tabasco van Erpekom unter Emma McNab (AUS).

Dritterfolgreichste Buschpferdezüchter-Nation ist Frankreich mit 1235 Punkten. Hier sind es Vinci de la Vigne v. Esterel des Bois mit Astier Nicolas (FRA), Opium des Verrieres v. Ultra de Rouhet X unter Maxime Livio (FRA), Toledo de Kerser v. Diamant de Semilly, geritten von Tom McEwen (GBR), Talma D’Allou v. Opium de Talma unter Toshiyui Tanaka (JPN), Romantic Love v. L’arc de Triomphe mit Gwendolen Fer (FRA) und Qing du Briot v. Eolien II unter Thibaut Vallette (FRA), die am meisten Punkte gesammelt haben.

Auf den Plätzen vier bis sechs folgen drei deutsche Verbände: die Oldenburger mit Ingrid Klimkes Hale Bob v. Helikon xx als Spitzenreiter (Gesamtwertung Rang sechs), die Holsteiner mit Mr. Bass v. Carrico unter Laura Collett (GBR) an der Spitze und die Hannoveraner, deren erfolgreichste Vertreterin Andreas Dibowskis Corrida v. Contendro ist – noch vor Julia Krajewskis ebenfalls v. Contendro abstammendem Chipmunk übrigens.

Züchter des Jahres

Über die Auszeichnung als Züchter des Jahres für das erfolgreichste Vielseitigkeitspferd kann sich Belgiens Bezouw van A M.C.M. freuen. Hier kam nämlich der Zangersheider Wallach Z v. Asca Z zur Welt, der mit Phillip Dutton unter anderem das WEG-Test Event gewonnen hat und Vierter beim CCI4* in Kentucky war.

Für das zweiterfolgreichste Pferd, die KWPN-Stute Cekatinka v. King Kolibri, zeichnet der ehemalige niederländische Teamtierarzt Jan Greve verantwortlich. Dritterfolgreichstes Pferd war der in neuseeländische Warmblüter Balmoral Sensation v. Senator, den David Goodin gezogen hat.

Alle Infos auch unter www.wbfsh.org

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