Zackerey und Comme Prèvu als Oldenburger Hauptprämiensieger gekürt

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Zackerey v. Zack-Sandro Hit, Oldenburger Hauptprämiensieger der Dressurhengste 2018. (© gr. Feldhaus)

Die Hengste Zackery und Comme Prévu sind in diesem Jahr mit der Oldenburger Hauptprämie ausgezeichnet worden. Eine Ehrung, die so in dieser Form von keinem anderen Pferdezuchtverband vergeben wird.

Bei der Auswahl für die Oldenburger Hauptprämie werden die jungen Hengste noch einmal genau unter die Lupe genommen. Neben der sportlichen Entwicklung und dem Ergebnis der Hengstleistungsprüfung, spielt vor allem die Qualität des ersten Fohlenjahrgangs eine entscheidende Rolle. Dabei zeigen sich die Oldenburger besonders weltoffen: Auch Fremdblut ist zugelassen, so dass bereits Vererbergrößen wie Rubinstein (Westfale) und De Niro (Hannoveraner) aufgrund ihrer hervorragenden Oldenburger Nachzucht diesen Titel tragen durften.

Mit Zackerey v. Zack-Sandro Hit (Z.: T. u. O. Moeller Nørgaard) vom Gestüt Blue Hors kürte der Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes (OL) in diesem Jahr dann auch einen dänischen Hengst zum Hauptprämiensieger. Der hochelegante Dunkelbraune zählte schon 2016 bei seiner Körung in Vechta zu den absoluten Publikumslieblingen. Auch bei seinem 14-Tage-Test glänzte er mit der dressurbetonten Endnote 8,0. Auf den Mutterstamm des Bewegungskünstlers gehen die dreifache Weltmeisterin der jungen Dressurpferde, Fiontini, und deren Vollschwester Fiontina zurück. Und auch der Nachwuchs des vierjährigen Hengstes konnte sich schon beweisen: Bei der 17. Oldenburger Elite-Fohlenauktion avancierte die Zackerey-Tochter Zara mit 59.000 Euro zum dritteuersten Fohlen.

Finest Selection und Fürst Farbrice prämiert

Die 1b-Hauptprämie bei den dressurbetonten Hengsten ging an Finest Selection (Z.: Heinz-Hermann Leismann) aus dem Besitz des Dressurpferde Leistungszentrums Lodbergen. Der elegante Oldenburger konnte im letzten Jahr das Bundeschampionat der dreijährigen Hengste für sich entscheiden und war zudem Oldenburger Landeschampion. Er stammt aus dem ersten Jahrgang des Siegerhengstes Follow Me v. Fürstenball, der vor drei Jahren ebenfalls die 1b-Hauptprämie erhielt. Über Mutter Laetizia führt Finest Selection die Gene von Lauries Crusador xx und Donnerhall in seinen Adern. Mit einer 8,74 erhielt er bei seinem Sporttest in Verden die drittbeste Endnote. Beim 14-Tage-Test in Adelheidsdorf strahlte der Rappe mit der Note 9,29 als Dressursieger.

Die 1c-Hauptprämie sicherte sich mit Fürst Fabrice v. Fürstenball-Sandro Hit (Z.: Arnold Wegbünder) der Oldenburger Siegerhengst von 2014. Der Vierjährige deckt auf der Hengststation Sosath und steht im Besitz des Schweizer Unternehmers Adrian Gasser. Auch er absolvierte seinen 14-Tage-Test in Adelheidsdorf (dressurbetonten Endnote: 8,55) und den Sporttest in Verden (Gesamtnote: 8,3). Zudem holte er auf dem Oldenburger Landeschampionat 2018 Bronze bei den vierjährigen Hengsten. Auch Vater Fürstenball war 2010 übrigens schon Hauptprämiensieger.

Comme Prévu bester Springhengst

gr. Feldhaus

Als bester Springhengst mit der Oldenburger Hauptprämie 2018 ausgezeichnet: Der Westfale Comme Prévu v. Comme il faut-Quinta Real. (© gr. Feldhaus)

Der Springpferdezuchtverband Oldenburg International (OS) hat am Wochenende ebenfalls seine Hauptprämien vergeben. Der Sieg ging an den fünfjährigen Comme Prévu, einem Comme il faut-Sohn aus einer Quinta Real-Mutter (Z.: IB Berger). Besitzer ist Gerd Sosath, der sich damit gleich über zwei ausgezeichnete Hengste auf seiner Deckstation freuen darf. Comme Prévu war 2015 Prämienhengst der westfälischen Hauptkörung, gewann 2016 seinen 50-Tage-Test in Adelheidsdorf mit Höchstnoten und wurde bereits sehr erfolgreich im Sport eingesetzt. Der Bundeschampionats-Finalist war in diesem Jahr bei den Weltmeisterschaften der fünfjährigen Springpferde in Lanaken (BEL) am Start. Dort gewann er beide Qualifikationen und rangierte im Finale als bester deutscher Hengst auf Platz zwölf. In diesem Jahr präsentierte er zudem einen überzeugenden ersten Fohlenjahrgang.

Silber bei den springbetonten Hengsten gewann Chacfly aus der Zucht und im Besitz von Paul Schockemöhle. Der Name des sechsjährigen Hannoveraners lässt es erahnen: Chacfly ist ein Sohn des Chacco-Blue aus einer Sir Shutterfly-Mutter. Mit der Rekordnote 9,49 gewann er seinen 50-Tage-Test in Adelheidsdorf und erhielt dabei sechsmal die Teilnote 10,0 für Interieur, Charakter, Leistungsbereitschaft, Vermögen, Manier und Gesamteindruck. Im letzten Jahr bekam er als bester Springhengst seiner Jahrgangs vom Hannoveraner Verband den Stakkato-Preis verliehen. Unter dem Sattel von Patrick Stühlmeyer war der Hengst 2018 Seriensieger in Springpferdeprüfungen der Klasse L und M.

1c-Hauptprämie doppelt vergeben

Mit der 1c-Hauptprämie wurden in diesem Jahr gleich zwei junge Hengste bedacht. Das war zum einen der vierjährige Dia Corrado (Z.: Lars Grafmüller), der ebenso wie sein Vater, WM-Bronzegewinner Don Diarado, im Besitz der Hengststation Tebbel steht. Familie Tebbel haben wir im aktuellen St.GEORG 12/2018 einen Besuch abgestattet. Das Oldenburger Springpferd war 2016 in Münster-Handorf gekört worden und konnte 2017 den 14-Tage-Test in Adelheidsdorf für sich entscheiden, wo die Richter im Freispringen eine 10,0 zückten.

Auch Checkter v. Cellestial-Lord Pezi (Z. u. B.: Böckmann Pferde GmbH) erhielt die 1c-Haupträmie. Der fünfjährige Oldenburger Schimmel erzielte bei seinem Sporttest in München die gewichtetet Endnote 9,66 und ist unter Leonie und Gilbert Böckmann im sportlichen Einsatz. Mutter Illonka v. Lord Pezi war selbst Bundeschampionats-Finalistin, bis zur Klasse S* siegreich und brachte bereits den gekörten und unter der Neuseeländerin Samantha McIntosh erfolgreichen Check In v. Cordalmè, sowie dessen ebenfalls im Parcours unter Vincent Elbers auf sich aufmerksam machenden Vollbruder Check Up.

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