WM Herning 2022: Almé und „Corde“ dominieren in den Abstammungen der Springpferde

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Einfach ein spektakulär gutes Pferd: Jérôme Guerys Quel Homme de Hus. (© Pauline von Hardenberg)

Die WM ist immer eine gute Gelegenheit, sich einmal die Hengste und Hengstlinien anzusehen, die besonders häufig in den Abstammungen der besten Pferde der Welt zu finden sind. Dominierend sind im Springen zwei Hengste: Almé und Cor de la Bryère.

Aus diesen beiden Hengstlinien stammen jeweils 32 bzw. 30 WM-Teilnehmer, also rund 49 Prozent der WM-Pferde. Die Linie des 1966 geborenen Almé ist in 32 Abstammungen von insgesamt (inklusive Ersatzpferden) 124 genannten Pferden der WM präsent, insbesondere über seinen Enkel Quidam de Revel v. Jalisco B-Nankin, der 1992 mit der französischen Mannschaft Bronze bei den Olympischen Spielen in Barcelona gewann.

Ein Fünftel der Pferde aus der Linie von Quidam de Revel

Zwei Starter, Quidamia D (Mutter v. Cassini I) und Quel Homme de Hus (Mutter v. Candillo), der vor fünf Wochen noch Doppelnull im Nationenpreis beim CHIO in Aachen ging, sind direkte Nachkommen von Quidam de Revel, aus dessen Hengstlinie 25 WM-Teilnehmer stammen. Die meisten sind über seine Holsteiner-Nachkommen gezogen, wie Quaprice Bois Margot (Mutter v. Lord), der als Vater in den Abstammungen von Viking d’la Rousserie (Mutter v. Apache d’Adriers, Kevin Staut) und Butterfly Ennemel (Mutter v. Lux Z, Oliver Lazarus) präsent ist, aber auch als Vater des Vaters von drei anderen Startern. Dazu zählen Martin Fuchs‚ (SUI) Leone Jei v. Baltic VDL-Corland, der letztes Jahr Gold mit der Mannschaft und Silber in der Einzelwertung bei der EM gewann, und sein väterlicher Halbbruder Faltic (Mutter v. Concorde), Ben Mahers (GBR) Pferd für die WM in Herning. Der Dritte ist Bentley de Sury v. Sunday de Riverland-Calvaro Z, der mit dem Spanier Eduardo Alvarez Aznar an den Start geht.

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Viking d’la Rousserie, hier beim CSIO 5* in Rotterdam, ist einer der vier Vertreter der Vaterlinie von Quaprice Bois Margot. (© FEI / Shannon Brinkman)

Die Quidam-Söhne Quidam’s Rubin (Mutter v. Landgraf I), Quinar (Mutter v. Aloube Z), Quo Vados (Muter v. Caletto II) und Verdi (Mutter v. Landgraf I) sowie seine Enkelsöhne Quaid I v. Quidam’s Rubin-Voltaire, Quinton v. Quinar-Carthago und Zento v. Quasimodo Z-Caletto II schicken je einen Nachkommen nach Herning. Quintero v. Quantum-Chamonix wird zwei Nachkommen in Dänemark haben: Kleons Renegade (Mutter v. Stakkato) und Quinley (Mutter V. Calato), die für Österreich und Mexiko an den Start gehen.

Einflussreiche belgische Hengstlinie

Ein anderer Zweig der Hengstlinie v. Quidam de Revel ist sehr aktiv, und zwar die belgische Linie seines Sohnes Nabab de Rêve (Mutter v. Artichaut), die bei dieser WM von acht Pferden vertreten wird. Vier sind direkte Nachkommen des Hengstes – und somit rangiert er an der dritter Stelle der meistrepräsentierten Hengste dieser WM. Malibu de Muze (Mutter v. Tornedo FCS) heißt der Partner von Sergio Alvarez Moya für dieses Championat, Conquestador (Mutter v. Farmer) wird für Italien an den Start gehen und war Doppelnull im Nationenpreis beim CSIO 5* von La Baule. Brooklyn Heights (Mutter v. For Pleasure) gewann diese Saison den Großen Preis von Rom mit dem Iren Denis Lynch und Nimrod de Muze Z (Mutter v. Tinka’s Boy) war Doppelnull im Nationenpreis von St. Gallen unter dem Brasilianer Pedro Veniss. Die letzten beiden haben auch den gleichen Züchter, nämlich Eric Polfliet. Die Zucht der Familie Witt in Holstein schickt zwei Pferde nach Herning, während Paul Schockemöhle über sein Gestüt Lewitz und seine Pferdehaltung 13 WM-Teilnehmer gezogen hat.

Zurück zu den Abstammungen und zur Hengstlinie von Nabab de Rêve, der übrigens selbst vor 20 Jahren an den Weltmeisterschaften unter dem Sattel von Philippe Lejeune teilgenommen hat. Nabab de Rêves Sohn Kashmir van Schuttershof (Mutter v. Ténor Manciais), auch im Top-Sport unter Philippe Lejeune aktiv, zeugte zwei Braune, die in Herning viel Aufmerksamkeit bekommen. Sie heißen Indiana (Mutter v. Animo’s Hallo) und All In (Mutter v. Andiamo) und wurden letztes Jahr mit der schwedischen Mannschaft Olympiasieger in Tokio. All In holte zudem Silber in der Einzelwertung wie bereits fünf Jahre zuvor in Rio.

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Die kräftige Indiana ist eine der acht Vetreter des Hengstlinie Nabab de Rêves in Herning. Letztes Jahr kam sie von Olympia in Tokio mit Mannschaftsgold zurück. (© www.sportfotos-lafrentz.de)

Dazu gehen noch drei Enkel v. Nabab de Rêve an den Start, die jeweils von Gitano van Berkenbroeck (Mutter v. Ti Amo van het Lambroeck), Vagabond de la Pomme (Mutter v. For Pleasure) – diese beiden Hengste waren selbst auf höchstem Niveau unterwegs, Letzterer wurde sogar Zweiter des Weltcup-Finales 2015 – und Gaillard de la Pomme (Mutter v. Darco), einem Sohn der Narcotique de Muze II, gezeugt wurden.

Acorado I und Galoubet A dienen auch Almés Hengstlinie

Quidam de Revel ist zwar mit Abstand der einflussreichste Almé-Nachkomme, aber der Urenkelsohn v. Almé namens Acorado I v. Acord II-Corrado I ist auch für drei der diesjährigen Pferde verantwortlich. Denn er hat die Väter dieser Pferde gezeugt. RMF Zecilie v. Acolord-Canturo ist Teil der Mannschaft der Vereinigten Staaten unter dem Sattel von Jessica Springsteen, während Alfons Santo Antonio v. Aromats-False Pass mit dem Brasilianer Yuri Mansur eingetragen ist und Ermindo W v. Singapore-Carinjo mit dem Schweden Rolf-Göran Bengtsson.

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Alfons Santo Antonio v. Aromats unter Yuri Mansur (BRA) beim CHIO in Aachen 2022. (© www.toffi-images.de)

Ein weiterer direkter Nachkomme von Almé ist auch für drei Springpferde dieser WM verantwortlich und war selbst Mannschaftsweltmeister 1982: Galoubet A (Mutter v. Nystag), Großvater von Tabalou PS v. Taloubet Z-Balou PS. Dieser Hengst ist übrigens über Galoubet A ingezogen, da der Vater seiner Mutter auch ein Galoubet-Enkelsohn ist. Die zwei letzten Nachkommen der Hengstlinie des Mannschaftsweltmeisters von 1982 haben beide den Olympiasieger 2004 Baloubet du Rouet v. Galoubet A-Starter zum Großvater: Icoon VDL v. Bubalu VDL-Cardento und Figor v. Querly-Elvis-Indoctro.

Cor de la Bryère knapp dahinter

Mit 29 Pferden, die aus seiner Linie stammen, ist Cor de la Bryère, übersetzt „das Geschenk Gottes“ für die holsteinische Zucht, knapp hinter Almé. Vier seiner mehr oder weniger entfernte Nachkommen sind in den Vaterlinien der 125 Eingetragenen für die WM am prägendsten, beginnend mit Chacco-Blue (v. Chambertin-Contender). Der bereits verstorbene braune Mecklenburger ist nicht nur die Nummer eins der WBFSH-Weltrangliste Springen, sondern mit sechs Direktnachkommen in Herning auch die Nummer eins der Väter bei dieser WM. Außerdem ist sein Sohn Cohiba VDL (Mutter v. Acord II) für Markan Cosmopolit (Mutter v. Calido I) verantwortlich, der unter dem Sattel von Jens Fredricson Dritter des Weltcup-Finales in Leipzig vor einigen Monaten war und jetzt Teil des schwedischen Teams ist.

Als zweitbedeutendster Cor de la Bryère-Nachfahre bei dieser WM zählt Clinton v. Corrado I-Masetto. Seine Söhne Eldorado vd Zeshoek (Mutter v. Toulon) und Cornet Obolensky (Mutter v. Heartbreaker) schicken je zwei Direktnachkommen nach Herning, darunter Elektric Blue P (Mutter v. For Pleasure, Max Kühner) für Eldorado und der beeindruckende Balou du Reventon (Mutter v. Continue, Brian Moggre) für Cornet, den ehemaligen Partner von Marco Kutscher. Cornet Obolensky, der selbst an der WM nicht teilnahm aber mit der deutschen Mannschaft Europameister 2011 wurde, ist auch durch seine Hengstnachkommen Großvater von vier WM-Teilnehmern. Capistrano (Mutter v. Pilot) schickt ein Pferd nach Dänemark sowie Cristallo I (Mutter v. Cassini I), dessen Tochter Cristalline (Mutter v. Caretello B) mit Adrienne Sternlicht benannt wurde, um ihren Titel als Mannschaftsweltmeisterin zu verteidigen. Comme Il Faut (Mutter v. Ramiro) ist der Vater von zwei eingetragenen Pferden.

Pauline von Hardenberg

Cristalline v. Cristallo I wurde benannt, um ihr Titel als Mannschaftsweltmeisterin zu verteidigen, den sie 2018 in Tryon einheimste. (© Pauline von Hardenberg)

Die alten Holsteiner Verbandshengste gut repräsentiert

Mit sechs Nachfahren, die für die WM eingetragen wurden, ist Contender v. Calypso II-Ramiro der drittbedeutendste Hengst aus der Vaterlinie von Cor de la Bryère. Die meist erwarteten seiner Vertreter sind Nevados S v. Calvados Z-Romualdo und Romeo v. Contact van de Heffinck-Orlando. Der Erste gewann unter dem Sattel von Gregory Wathelet und mit der belgischen Mannschaft Bronze bei der Olympischen Spielen letztes Jahr und Gold bei der Europameisterschaft 2019. Er ist übrigens einer der zwei Enkelsöhne des Chellano Z v. Contender-Cor de la Bryère, die für Herning benannt wurden. Der Zweite, der von Darragh Kenny auf höchstes Niveau gebracht wurde, war mit dem 23-jährigen Harry Charles (GBR) vor einigen Wochen Doppelnull im Nationenpreis von Aachen.

Auch wenn man sich wundern könnte, dass nur ein Nachkommen vom Dritten der WBFSH-Weltrangliste 2021 Casall v. Caretino-Lavall I für diese WM nominiert wurde, ist Casalls Vater Caretino mit fünf Nachfahren iin seiner Linie eher gut repräsentiert. Unter diesen fünf zählen insbesondere zwei Direktnachkommen seiner Sohn Cooper vd Heffinck (Mutter v. Landlord), der selbst bis auf 1,50 Meter-Niveau erfolgreich wurde: Igor van de Wittemoere (Mutter v. Orlando), der mit Ägyptens Nayel Nassar an den Start geht, und Jefferson (Mutter v. Irco Mena). Dieser wusste vor kurzem im Großen Preis von Aachen mit Scott Brash zu beeindrucken, landete dort auf Rang zwei.

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Letztes Jahr war Jefferson mit Scott Brash bei den Olympischen Spielen dabei. Nach einem beindruckenden Großen Preis in Aachen springt er nun auch in Herning. (© www.hippofoto.be)

Aus der Hengstlinie von Cor de la Bryère aber ohne Chacco-Blue, Clinton, Contender oder Caretino in ihrer väterlichen Abstammung kommen auch drei WM-Teilnehmer, insbesondere die Partnerin von André Thieme, DSP Chakaria v. Chap I-Askari, die letztes Jahr Einzeleuropameisterin und Mannschaftssilbergewinnerin in Riesenbeck wurde.

Capitol I als Begründer der drittwichtigsten Vaterlinie

Einst waren die Capitol I-Söhne Cento (Mutter v. Caletto II) und Carthago (Mutter v. Calando I) Sieger und Zweiter des Großen Preises von Aachen unter den Satteln von Otto Becker und Jos Lansink. Das war 2000. 22 Jahre später sind die beiden Reiter Equipechefs der Deutschen und der Niederländer für diese WM, während die zwei Schimmel je fünf Nachfahren nach Herning schicken.

Toffi

Cento gewann 2000 den Großen Preis von Aachen mit Otto Becker. (© Toffi)

Cento ist so als Großvater väterlicherseits durch seine Söhne Chippendale Z (Mutter v. Cassini I), Chepetto (Mutter v. Ramiro Z) und Chintan (Mutter v. Quattro B) in den Abstammungen von fünf Pferden präsent. Die ersten beiden schicken jeweils zwei Direktnachkommen, unter denen die für Irland startende Stute Legacy v. Chippendale Z-Bon Ami zu finden ist, und Chintan ein. Was Carthago betrifft, wurden vier seiner Enkelkinder benannt. Cartello v. Cartani-Lord, der inzwischen der Halbbruder mütterlicherseits zu Cardento ist, war mit dem Iren Darragh Kenny eingetragen, dem er u.a. letztes Jahr eine Doppelnull im Finale der Nationenpreise in Barcelona schenkte. Cartello wurde vor dem ersten Springen in Herning 2022 von Kenny jedoch zurückgezogen. Dann kommen zwei Nachkommen des Vize-Mannschaftswelt- und Europameisters Mylord Carthago v. Carthago-Jalisco B, die Argan de Béliard (Mutter v. Ahorn) und Truman (Mutter v. Kolibri) heißen und jeweils für die Vereinigten Staaten und Kanada eingetragen wurden.

Die Schimmelstute Bibici v. Norman Pré Noir-Nelfos du Mesnil, die Teil der französischen Mannschaft ist, ist die letzte Enkelin von Carthago väterlicherseits, aber der Hengst ist noch als Urgroßvater vom Fuchs Contagious v. Contagio-For Keeps präsent. Der Wallach konnte in Aachen die Preise von Europa und von Nordrhein-Westfalen für sich entscheiden und wird mit McLain Ward als eine Säule des US-amerikanischen Teams angesehen.

von Korff

Zwei Siege konnte Contagious v. Contagion beim CHIO Aachen 2022 feiern. (© von Korff)

Insgesamt schickt der Holsteiner Linienbegründer Capitol I v. Capitano-Maximus 18 Nachfahren nach Herning, sodass seine Linie die drittprägendste ist. Fünf sind Enkelkindertiere des Schimmels, beginnend mit den zwei Nachkommen des Cardento (Mutter v. Lord) Katanga vh Dingeshof (Mutter v. Tornedo FCS) und C Vier 2 (Mutter v. Concorde), die mit Nicola Philippaerts und Cian O’Connor für Belgien und Irland eingetragen wurden. Unter diesen fünf zählt auch Monaco v. Cassini II-Contender, der im Mai Erster der WBFSH-Weltrangliste der Springpferde war und mit Harrie Smolders für die Niederlande startet. Außer Monaco, der aus der Linie von Carthago kommt, wurden noch zwei weitere Capitol I-Urenkelkinder für diese WM benannt, darunter Beauville Z v. Bustique-Jumpy des Fontaines, der Bronze in der Einzelwertung bei den Olympischen Spielen letztes Jahr mit Maikel van der Vleuten gewonnen hat.

Nimmerdor und Grand Veneur

Der Selle Français-Hengst Grand Veneur v. Amour du Bois-Le Mioche xx und sein KWPN Homologue Nimmerdor v. Farn-Koridon xx schicken jeweils zehn und elf Nachfahren nach Dänemark. Im Falle des 1972 geborenen KWPN führen acht WM-Teilnehmer zu seinem Sohn Heartbreaker (Mutter v. Silvano), der selbst auf höchstem Niveau mit Peter Geerink erfolgreich wurde, zurück. Nur aus der Linie des Toulon v. Heartbreaker-Jokinal de Bornival stammen sechs Pferde, die für Herning benannt wurden. Darunter sind fünf Direktnachkommen des Hengstes – er steht so an zweiter Stelle der meistrepräsentierten Hengste – wie Delux van T & L (Mutter v. Landetto), Reservist des belgischen Teams mit Niels Bruynseels, oder Vancouver de Lanlore (Mutter v. Le Tot de Semilly), der mit dem Schweizer Pius Schwizer startet.

Pauline von Hardenberg

Delux van T & L v. Toulon wurde wie vier seiner Halbgeschwister väterlicherseits für Herning nominiert. (© Pauline von Hardenberg)

Ein Enkelsohn des Toulon wird auch dabei sein, sowie drei andere Pferde aus der Linie des Nimmerdor. Eines dieser wurde von dem viel zu früh verstorbenen Einzelolympiasieger mit Eric Lamaze (CAN), Hickstead v. Hamlet-Ekstein, gezeugt. Er heißt Cayman Jolly Jumper (Mutter v. Quaprice Bois Margot) und lieferte diese Saison mit Simon Delestre aus Frankreich zwei Doppellnull in den Fünf Sterne-Nationenpreisen von Rom und Rotterdam.

Diamant de Semillys Stempel

Neun der zehn Nachfahren von Grand Veneur haben Diamant de Semilly v. Le Tot de Semilly-Elf III zum Vater oder Großvater. Der Hengst, der vor 20 Jahren Mannschaftsweltmeister wurde, schickt zwei Direktnachkommen nach Herning: Dominator 2000 Z (Mutter v. Cassini I) startet für Deutschland mit Christian Ahlmann, die Stute Like a Diamond van het Schaeck (Mutter v. Bamako de Muze) ist Teil des brasilianischen Teams mit Marlon Modolo Zanotelli.

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Dominator Z v. Diamant de Semilly beim Vetcheck. (© Pauline von Hardenberg)

Dann kommen zwei Nachkommen von Diamant de Semillys Sohn Diarado (Mutter v. Corrado I) und zwei von Emerald van’t Ruytershof v. Diamant de Semilly (Mutter v. Carthago), der insbesondere Vater v. Igor (Mutter v. Nabab de Rêve) ist. Igor gewann 2019 Gold in der Mannschafts- und Bronze in der Einzelwertung der Europameister mit Belgiens Jos Verlooy. Die drei letzten väterlichen Enkelsöhne des Diamant de Semilly sind ebenfalls bei der WM präsent: Venard de Cerisy v. Open Up Semilly-Djalischo du Guet geht an den Start mit dem Olympiasieger Steve Guerdat und war 2022 Doppelnull im Nationenpreis von Aachen, Pacino Amiro v. Pacino-NC Amiro war vor kurzem Dritter im Fünf Sterne-Großen Preis von Dinard mit Bertram Allen und Mosito van het Hellehof v. Elvis Ter Putte-Nabab de Rêve ist beim CSIO 5* in Knokke positiv aufgefallen, wo er Zweiter im Großen Preis mit dem Brasilianer Bernardo Cardoso de Resende Alves war.

Die letzte Nachkomme von Grand Veneur bei der WM ist der mexikanische Wallach Babel v. Billy du Lys-High-Flyer. Mit seinem Reiter Patricio Pasquel konnte er sich schon in Fünf Sterne-Großen Preisen platzieren.

Vielfalt der Väter

Insgesamt stammen vier Fünftel der 124 Pferde, die für die WM eingetragen wurden, aus den jeweiligen Hengstlinien der fünf Begründer, die Almé, Cor de la Bryère, Capitol I, Nimmerdor und Grand Veneur sind. Trotzdem gibt es eine wirkliche Vielfalt der Hengste, wenn man sich für die direkten Väter der WM-Teilnehmer interessiert.

Außer Chacco-Blue, Toulon und Nabab de Rêve, die mit sechs, fünf und vier Nachkommen die meist repräsentierten Hengste sind, hat nur Zandor Z v. Zeus – Polydor mehr als zwei Nachkommen in Herning, und zwar drei. Dann kommen 16 Vererber mit zwei Vertretern und nicht weniger als 75 Pferden, die je von verschiedenen Vätern abstammen. Das heißt, dass nicht weniger als 95 Hengste einen Nachkommen haben, der für diese WM ausgewählt wurde.

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