WM junge Dressurpferde 2019: 14 Siebenjährige zur zweiten Sichtung zugelassen

Dressur,Reiten,Pferdesport,Finale, 6-j.Dressurpferde

Bundeschampion der sechsjährigen Dressurpferde 2018: Revenant v. Rock Forever unter Rudolf Widmann. (© von Korff/ www.toffi-images.de)

In Warendorf finden dieser Tage die ersten von zwei Sichtungen für die Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde vom 1. bis 4. August in Ermelo (NED) statt. Bei den Siebenjährigen stehen die Kandidaten für die zweite Sichtung bereits fest.

Die Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde für die Siebenjährigen wird auf Prix St. Georges-Niveau ausgetragen. Bei zwei Gelegenheiten werden die deutschen Kandidaten gesichtet, beide Male am Bundesstützpunkt in Warendorf. Folgende 14 Pferde haben heute einen weiteren Schritt in Richtung WM in Ermelo am ersten August-Wochenende gemacht:

Bon Coeur, Hannoveraner Hengst v. Benetton Dream – Sandro Hit (Z.: Birgit Tietjen, Reiterin: Caroline Darcourt/SWE)

Bon Coeur hatte drei- und vierjährig jeweils Silber auf dem Reitpferdeviereck beim Bundeschampionat gewonnen, damals noch mit Christin Schütte im Sattel. Im vergangenen Jahr war Bon Coeur eine Dressurpferdeprüfung Klasse M mit Jessica Lynn Andersson im Sattel gegangen, die er hatte gewinnen können. Später wechselte er vom Gestüt WM, wo er bis dato stationiert gewesen war, nach Schweden in den Stall von Tinne Vilhelmson-Silfvén. Bon Coeurs Söhne holten in der Saison 2018/19 diverse Prämien auf Deutschlands Körplätzen. Es wäre der erste Auftritt in Ermelo für den Rappen

Bonderman, westfälischer Wallach v. Belarus – Alabaster (Z.: Walter P.J. Droege, Reiterin: Bettina Jäger Jensen)

Als junges Pferd war Bonderman von Claudia Rüscher vorgestellt worden und heimste diverse Siege und Platzierungen in Reit- sowie Dressurpferdeprüfungen der Klassen A und L ein. Seit 2018 stellte Züchter-Tochter Hedda Droege ihn vor. Unter ihr ging er dieses Jahr auch die ersten Prüfungen Klasse S. Bei zwei Starts war er einmal Erster und einmal Dritter. Er hat bislang weder Bundeschampionats- noch WM-Erfahrungen.

D’avie, Hannoveraner Hengst v. Don Juan de Hus – Londonderry (Z.: Dorothee Heitmüller, Reiter: Severo Jurado Lopez/ESP)

Der Titelverteidiger. Schon vor zwei Jahren stellte Severo Jurado Lopez den teuersten Hengst der Hannoveraner Körung 2014 für den Stall Helgstrand in Ermelo vor, konnte sich aber aufgrund einiger Probleme im Viereck trotz seines offensichtlich überragenden Potenzials nicht unter die Medaillenränge mischen. Letztes Jahr holte D’Avie dann den Titel.

DSP Dominy, bayerischer Hengst v. Diamond Hit – Pour Plaisir (Z. : Else Hermine Schnell, Reiterin Therese Nilshagen, /SWE)

Über die Süddeutsche Körung in München-Riem wechselte der bayerisch gezogene Dominy in den Besitz des Dressurpferde Leistungszentrums Lodbergen. Unter Lukas Fischer wurde er vierjährig Sechster beim Bundeschampionat. Im Frühjahr 2017 wurde die weitere Ausbildung des Dunkelfuchses in die Hände von Therese Nilshagen gelegt. Mit ihr wurde er 2017 Bundeschampion der Fünfjährigen in Warendorf. Sechsjährig ging er vier Dressurpferdeprüfungen Klasse M, war zweimal Sieger, einmal Dritter und einmal Zweiter. Bei drei Auftritten in Klasse S in diesem Jahr führte er dreimal die Ehrenrunde an. Noch keine WM-Teilnahme.

Florine, Oldenburger Stute v. Foundation – Lauries Crusador xx (Z.: Klaus Gustenberg, Reiterin: Maike Mende)

Unter ihrer Besitzerin Kirsten Grawunder sammelte Florine zahlreiche Schleifen in Dressurpferdeprüfungen bis Klasse L. Vor ziemlich genau einem Jahr stellte Maike Mende die Stute erstmals vor. In diesem Jahr gab es die ersten Erfolge in Klasse S.

Fürst Donnerhall, westfälischer Wallach v. Fürstenball – Sir Donnerhall I (Z.: Bernhard Ilting-Reuke, Reiterin: Claudia Rassmann)

Seit Dezember 2016 stellt Besitzerin Claudia Rassmann Fürst Donnerhall selbst auf dem Turnier vor, gewann diverse Dressurpferdeprüfungen der Klassen L und M mit ihm. Nfang März ging der Westfale seine erste S-Dressur, die er ebenso gewinnen konnte wie die drei danach. Erste internationale Erfahrungen sammelte er in Ornago (ITA) und Wiener Neustadt, wo er sich jeweils zweimal an zweiter Stelle platzierte in der FEI-Aufgabe für die Siebenjährigen.

Leo Löwenherz, Rheinländer Wallach v. Licosto – Rockwell (Z.: Richard Klein, Reiter: Niklaas Feilzer)

Im vergangenen Jahr gewann der bunte Fuchs mit Isabell Werths Stallreiter Niklaas Feilzer im Sattel Bronze beim Bundeschampionat der sechsjährigen Dressurpferde. Fünfjährig wurde er in Warendorf noch von Lydia Camp vorgestellt, unter der er Neunter war. Im Vorfeld der Sichtung in Warendorf präsentierte Niklaas Feilzer ihn einmal auf S-Niveau und wurde Zweiter.

Matchball OLD, Oldenburger Wallach v. Millennium – De Niro (Z.: Helga Lütje, Reiterin: Stefanie Wolf)

Matchball ist quasi schon Stammgast in Ermelo. Nach Platz elf im Finale der Fünfjährigen 2017 wurde es 2018 Rang vier für den hochbeinigen Rappen mit beeindruckendem Bewegungspotenzial. Das war das letzte Turnier 2018 für ihn. Dass er den Winter über nicht untätig war, zeigt die Bilanz der bisherigen Turniersaison: vier Starts (einmal M**, dreimal Klasse S*), vier Siege.

Quadrophenia, Hannoveraner Stute v. Quasar de Charry –Hochadel (Z.: Klaus Hermann Ehlen, Reiterin: Carina Bachmann)

Fünf- und sechsjährig war Quadrophenia unter Carina Bachmann platziert beim Dressurpferdebundeschampionat. 2017 wurde sie Sechste, 2018 Achte. Bei der WM war sie bis dato noch nicht in Erscheinung getreten, ging aber dieses Jahr ihre erste S-Dressur, die sie gewann.

Revenant, westfälischer Hengst v. Rock Forever I – Sir Donnerhall I (Z.: Katharina Hadeler, Rudolf Widmann)

2016 über die PSI Auktion für offiziell 1,1 Millionen Euro an das Gestüt Ammerland verkauft, avancierte Revenant im vergangenen Jahr zum Bundeschampion der sechsjährigen Dressurpferde. Dieses Jahr stellte Rudolf Widman ihn im Mai in München einmal in Klasse M** und einmal in einer S* vor. Das Ergebnis: zweimal Platz sechs.

Sisters Act OLD vom Rosencarre, Oldenburger Stute v. Sandro Hit – Royal Diamond (Z.: Silke Pelzer, Reiterin: Dorothee Schneider)

Nachdem Sisters Act vierjährig Bundeschampionesse unter Anna-Sophie Fiebelkorn geworden war, ging sie kurzzeitig unter Lena Waldmann, der heutigen Bereiterin des Gestüts Bonhomme. Seit 2017 ist die frisch gebackene Reitmeisterin Dorothee Schneider für die Ausbildung verantwortlich. Mit ihr im Sattel wurde die Stute fünfjährig Vierte und sechsjährig Sechste bei der WM in Ermelo.

Top Gear, Oldenburger Hengst v. Totilas – Don Frederico (Z.: SVS Sportvision Stables, Reiterin: Isabel Freese/NOR)

Top Gear ging kaum mehr als eine Handvoll Prüfungen seitdem Isabel Freese 2017 seine Ausbildung übernahm, war aber bei jedem Auftritt mindestens gut platziert, z. T. auch siegreich. Championatserfahrungen hat er noch keine, war aber dieses Jahr schon Zweiter in Klasse S bei starker Konkurrenz in Haftenkamp – übrigens hinter Dominy, siehe oben. Bei der Nachwuchstour der Siebenjährigen in Wiesbaden war er Zweiter und Sechster.

Total Hope, Oldenburger Hengst v. Totilas – Don Schufro (Z.: Christine Arns-Krogmann, Reiterin: Isabel Freese)

Totilas und Weihegold sind die Eltern dieses Hengstes, der seine züchterische und sportliche Karriere in Schweden begann, ehe Paul Schockemöhle ihn nach Mühlen holte. Eine Schwedin war es auch, die den Rappen 2018 bei der WM in Ermelo vorstellte, damals allerdings noch mit deutlich Luft nach oben (Rang neun). Seit diesem Jahr sitzt nun Isabel Freese im Sattel und qualifizierte den Hengst in Redefin im ersten Anlauf für das Finale des Nürnberger Burg-Pokals.

Vernissage, Westfälischer Wallach v. Vitalis – Hochadel (Z. Reiner Bockholt, Reiterin: Katrin Burger)

Vernissage kommt aus demselben Stamm wie die Grand Prix-erfolgreiche Fair Play RB, die mit Bianca Nowag im Sattel mehrere Goldmedaillen bei U21- und U25-Europameisterschaften gewann. Katrin Burger übernahm Mitte 2018 die Zügel und wurde mit dem Fuchs unter anderem Sechste beim Bundeschampionat. Dieses Jahr konnten sie neben einigen Platzierungen in Zeutern ihren ersten S-Sieg feiern.


Morgen wird es in Warendorf für die Fünf- und Sechsjährigen ernst. Los geht es um 8 Uhr. Clip My Horse überträgt live vom Warendorfer Viereck.

Nicht dabei sein wird übrigens die nun sechsjährige Bronzemedaillengewinnerin des Vorjahrs, Candy. Die Sir Donnerhall-Tochter, die bei Helen Langehanenberg in Ausbildung ist, hatte sich auf der Weide verletzt und muss pausieren.

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.